Der Dental Podcast von Zahnärzten für Zahnärzte
Georg2: In diesem Podcast geht es um 3D-Drucker und die klinischen Workflows dahinter. Und dazu habe ich Christian Sommer in seiner Praxis in Wrizen in Brandenburg besucht. Christian war selber schon mal 2019 hier zu Gast im Podcast. Da haben wir über Klebebrücken in Brandenburg gesprochen. Und deshalb wünsche ich euch viel Spaß bei dem Podcast. So, herzlich willkommen zum heutigen Podcast. Ich bin tatsächlich seit langem mal wieder vor Ort und live irgendwo. Und zwar mit Christian. Hi Christian. christian Sommer: Hi, grüßt euch. Georg2: Es gab ja schon viele Christians im Podcast, aber Christian war tatsächlich auch schon mal 2019 im Podcast. Thema Klebebrücken und Brandenburg. Und wir haben tatsächlich ja heute uns auch dein neues Projekt angeschaut. Deine neue Praxis die du ja in der alten Post planst. Genau.
christian Sommer die Alte Post in Bad Freienwalde wer es nicht kennt, ist es nordöstlich von Berlin, am Rande des: schönen Oderbruchs und wie der Name schon sagt, Bad Freienwalde ist eine Kurstadt im Märkisch-Oderland-Gesetz Gelegen und kann man sich, glaube ich, gerne mal anschauen wenn man möchte. Georg2: Ja und ich habe ja auch gesehen, ihr habt sogar eine Skisprungschanze hier, als ich reingefahren bin. Das ist ja mega. christian Sommer: eine der Sachen tatsächlich, die, glaube ich, hier keiner erwartet in Brandenburg. Bad von Bad hat tatsächlich nicht nur eine Skisprungschanze sondern tatsächlich auch einen Wintersportverein Und tatsächlich ist es nicht nur eine Schanze die historische ja, Verwandt Sondern sie wird aktiv genutzt. Es gibt dort Jugendtrainings. Wir sind tatsächlich als Praxis auch Sponsor von einem Skispringer aus Bad van Weyde, der es mittlerweile zur Jugend-WM geschafft hat und auch da ziemlich erfolgreich ist. Das ist der Max Unglaube und der wird, denke ich, da seinen Weg machen und vielleicht sehen wir ihn dann nächstes Jahr oder übernächstes Jahr mal im Fernsehen bei der Vierschanzentournee oder so. Wir sind gespannt. Georg2: Und da muss man dann auf die Schere achten, oder?
christian Sommer man muss auf die Schere: achten und da sieht man dann ein Logo von Zahnmedizin im Urland. Also liebe Grüße an Max, falls er das irgendwann mal hören sollte. Georg2: Christian, du bist ja immer sehr krass digital schon unterwegs gewesen. Sag mal wie viele 3D-Drucker hast du gerade aktiv in Nutzung? christian Sommer: Ich sage mal ganz aktiv in Nutzung würde ich sagen 5. Georg2: Okay, und welche sind das? christian Sommer: sind tatsächlich von Prusa die Medical One, dann Formlabs Drucker den Form 2 und den Form 3B. Plus. Und dann noch ein Filamentdrucker mit dem wir ein paar Dinge noch drucken bis Schablon teilweise eben auch Modelle, Situ-Modelle mal Funktionslöffel Das macht sich auch mit dem Filamentdrucker ganz gut.
Gerade die Prusa-Drucker nutzen wir hauptsächlich zum Drucken von Modellen, Bohrschablonen Schienen, Gegengewerbe, also eigentlich versuchen wir die doch sehr auszulassen mit dem, was man heutzutage so machen kann. Auch Provisorien da nutzen wir das Material, was eigentlich auch quasi: als permanente Lösung zugelassen ist. Ich verwende es aber tatsächlich nur im Rahmen von Langzeitprovisorien aktuell. Aber mit ganz gutem Erfolg und ich sehe da zum Beispiel gerade bei Schalenprovisorien ganz gute Nutzung, weil man eine vernünftige und schöne Verbindung schafft, wenn man die dann unterfüttert. Georg2: Mit was unterfütterst du christian Sommer: dem normalen Profimaterial, mit dem XAR Damp. Georg2: Das heißt du scannst dann vorher das Ganze, designst dir das schon in Exocut oder was nimmst du da? christian Sommer: verwenden die Technikerinnen bei uns Exocard. Wir haben beides in der Praxis, auch die Inlip-Software und Exocard, aber dafür, ähnlich wie für Snap-on-Schienen zum Beispiel, worüber wir gesprochen hatten, verwenden wir da die Exocard-Software. Georg2: Welche Drucker sind gerade deine neuesten in dem ganzen Setup?
christian Sommer ist tatsächlich die Prusa Medical One und das haben wir halt einfach für uns so ein bisschen kennengelernt in dem Sinne, dass wir über die Firma Procedure um mal ein bisschen Werbung dazu zu machen an der Stelle, die Materialien die die haben, wir als durchaus sehr gut achten und die haben eben alle ihre Materialien auf diesen Drucker: validiert. Und der ist insgesamt halt im Setup mit der Nachbearbeitung verhältnismäßig kostengünstig und das macht es natürlich attraktiv wenn man eben sonst doch höhere Preise da in dem Segment gewohnt ist. Georg2: Also was kosten die so groß draußen? christian Sommer: Ich glaube, der Drucker ist so um die 3000 Euro. Georg2: aber ist echt okay. Also dann brauchst du noch eine extra Washstation. Genau. christian Sommer: das ist quasi ein Washington Cure, also auch beides von einem funktioniert tatsächlich. Also wir können jetzt nicht nur Einzelkronen sondern Brücken ganze Vollversorgung wir sogar Kombiarbeiten, Teleskoparbeiten, wo wir, ich sag mal, hauptsächlich digital sind, aber einen analogen Zwischenschritt haben, können wir damit darstellen, auch implantatgetragene Arbeiten, das funktioniert.
Man muss sich das alles erarbeiten, die Parameter sich tatsächlich wirklich manchmal hart erarbeiten, bis das alles so funktioniert, aber dann ist das ziemlich gut reproduzierbar. Ehrlich fällt es sich mit den Schienen, bis die so passen wie man sich das vorstellt muss man doch relativ viel erstmal: drucken und versuchen. Und wenn das dann aber alles so eingestellt ist und die Techniker das in ihren Händen haben, dann lässt sich das schon sehr gut reproduzieren. Georg2: Ich finde es sehr geil, dass die Druckkosten bei den 3D-gedruckten Sachen echt extrem gering sind. christian Sommer: und vor allen Dingen man kann auch da eben Wenn wir mal gucken, wie man das zu druckende Teil auf der Plattform platziert, kann man natürlich entweder so drucken dass man es besonders flach aufsetzt und eben relativ schnell druckt oder hochkant zum Beispiel eine Schiene und dann auch auf eine recht kleine Plattform. Also ich habe die Maße jetzt nicht direkt im Kopf aber der Pusa Medical One hat eine recht kleine Druckplattform. Man bekommt aber schon, wenn man möchte, wahrscheinlich sechs Zahnkränze rauf zum Beispiel. Georg2: ich kenne ja ganz kleine Drucker vom Seen die ja irgendwie bloß eine Hand sind und das ist ja schon mehr als DIN A5 auf jeden Fall.
christian Sommer Nee, der Prusa-Medikament, den du gesehen hast jetzt gerade. Wir haben uns gerade unser Labor angeschaut. Das war noch ein anderer: Drucker. Der Prusa hat, würde ich sagen, so eine Plattform, der vielleicht etwas größer ist als ein iPhone, wenn man sich das Jetzt gerade vorstellen möchte, aber das reicht trotzdem aus und man kann sich halt entscheiden, ob man sagt, man möchte relativ schnell zum Ergebnis kommen oder, und das ist ja der Vorteil dass ein Drucker sich jetzt nicht für einen 9-to-5-Arbeitstag interessiert sondern eben auch über Nacht Da durchaus eben so und das versuchen unsere Mitarbeiterinnen im Labor eben auch so zu planen dass eben in vielen Fällen diese Arbeitsschritte halt über Nacht laufen, dass man dann am nächsten Tag dann eben an der Stelle weitermachen kann und ja, das ist glaube ich teilweise eben für Techniker, die das noch nicht gewohnt sind, ein bisschen anderes umdenken, dass man versucht eben diese Art Zwischenschritte so zu packen, dass man dann mit seinem eigenen Arbeitstag wirklich effektiv weitermachen kann. Georg2: ist schon cool. Ich meine, ich finde es manchmal schade, dass ich komplett aus dem ZE-Bereich raus bin, weil 3D-Drucken ist, glaube ich cool. Da kann man ja auch bestimmt noch andere lustige Sachen mitmachen mit dem 3D-Drucker.
christian Sommer also: wir haben schon zu Weihnachten so Zähne gedruckt mit Weihnachtsmitzen drauf oder wir waren jetzt gerade als Praxis auf einer Job- und Ausbildungsmesse dem Jobfestival in Nürnberg, findet jetzt jedes Jahr statt, hoffentlich noch ein paar Jahre, ist wirklich eine coole Veranstaltung und da haben wir auch den Deltri besucht. Drucker dabei gehabt und haben passend zur Zeit Osterhasen gedruckt Man kann da durchaus ein paar Sachen machen. Wenn man selber designen kann, das kann ich leider nicht, dann stehen mir noch mehr Türen und Tore offen. Georg2: ich meine, ich habe letztens mich mit einem Bekannten aus Heidelberg unterhalten, Tassile Huck, und der hat ja dann voll geile Sachen sich auch gedruckt so Praxisorganisationssachen, so kleine Schachteln, wo genau ein Unitipp reinkommt. Und das ist schon geil, dass du das noch krasser sortieren kannst. Ja.
christian Sommer gerade für die Endospezies und ich denke mal in deinen Hörern sind da sicherlich einige mit dabei. Da gibt es auf den ganz gängigen Plattformen Singiverse oder Printables oder so, da muss man nur mal Dental eingeben oder Endodontik und so. Und man findet tatsächlich viele Sachen, wo sich: Genau eben in der Organisation Leute überlegt haben, wie man vielleicht Sachen da ein bisschen besser machen kann. Also gerade Zahntechniker sind ja oft sehr technisch versiert, Endodontologen ja irgendwie auch in vielen Fällen und da gibt es schon auch selbst kostenfreie Zugänge zu Druckvorlagen, also in STL-Formen mit denen man sich das Leben da auch ein bisschen einfacher machen kann. Also wir haben ja da auch schon ein paar Sachen mal gedruckt auch teilweise für die Kiefer-Uropäen, die die dann benutzen können. Georg2: der Jobmesse war das ja irgendwie auch so ein Frequenzbringer so der Drucker. Da habt ihr einfach den angeschmissen und deshalb sind die Leute gekommen. christian Sommer: tatsächlich ging es ja eben vielfach eben auch um den ersten Beruf, weil es waren viele Schüler der neunten und zehnten Klassen da und die haben halt auch nicht selten ihre Eltern mitgebracht und ich habe so festgestellt, dass Ja es ist ja nach wie vor so, dass jetzt nicht alle Menschen im Alltag jetzt so ganz furchtbar gerne zum Zahnarzt gehen.
Wir arbeiten ja immer noch alle dran, dass es sich etwas ändert aber man hat eben tatsächlich festgestellt dass gerade so die Väter dann immer ganz interessiert waren und man dann, wenn: man sich vielleicht mit einer möglichen Bewerberin oder einfach einem oft interessierten jungen Damen unterhalten hat, dass die Väter dann ein bisschen was zu schauen hatten. Und ja, ich glaube, das hat zumindest ein bisschen Aufmerksamkeit erzeugt was dieses Gerät so macht. Wir hatten da unseren Filamentdrucker mit dabei. Und ja, das hat in der Zeit so bisschen Augenmerk auf sich gelenkt Georg2: Wie viele Mitarbeiter hast du mittlerweile? christian Sommer: wären wir, also ich mache die Praxis ja seit 2019, also genau da, als wir damals den ersten Podcast gemacht haben, da war ich ja ganz frisch selbstständig mit meinen Eltern zusammen, damals waren wir Eigentlich meine Eltern und ich und noch eine Angestellte Zahnärztin und mittlerweile sind wir jetzt seit dem 1.
April 11 Zahnärzte und wenn mich jetzt nicht irre, knacken wir im Juni die 50 Angestellte. Wir haben uns auf allen Ebenen vergrößert wir haben das Labor massiv ausgebaut, haben mittlerweile zwei Meisterinnen und sechs weitere Technikerinnen: und doch mehrere Ärzte und Angestellte Natürlich jetzt auch gerade am Standort sind wir jetzt Georg2: doch christian Sommer: sehr voll. Wir haben in der Praxis zehn Wandlungseinheiten, fünf zahnärztlich und chirurgisch genutzte drei kieferorthopädisch nutzbare Einheiten und zwei für die Prophylaxe Und die laufen tatsächlich im Zweischichtprinzip von Montag bis Freitag Und wir sind sehr, sehr voll. Man könnte sagen übervoll, aber man muss eben schauen, dass die Situation... So ist es, wir Anfang des nächsten Jahres 26, mit der Praxis in Bad von Weide starten wollen. Und es ist eben nicht möglich, innerhalb von ein paar Wochen, also ich halte es für unmöglich, dann so mit einer Praxis neu starten zu können. Das heißt, wir müssen schon ein bisschen aufbauen. Auch hier bei uns ist der Fachkräftemangel natürlich auch angekommen.
Wir sind ganz froh dass wir da ganz erfolgreich waren. Wir haben aktuell sechs Auszubildende Fünf ZFAs und einer, die die Zahntechnik bei uns lernt. Und dadurch können wir halt: schon auch schauen, dass wir da so ein bisschen reinwachsen in die neue Praxis weil letztendlich ist mir immer wichtig, dass wir nicht zwei Praxen sind, sondern wir sind eine Praxis mit zwei Standorten Also schon, es sollen eben auch Verbindungen herrschen, es sollen auch Möglichkeiten geben, dass Mitarbeiter eben auch einspringen können, wenn woanders jemand ausfällt. Das heißt, es soll schon noch ein großes gemeinsames Unternehmen Team sein und man soll sich auch noch kennen und man soll sich auch noch als Kollege und Mitarbeiter eben wahrnehmen und nicht als die anderen dort und wir sind die, sondern das soll schon noch eine Praxis sein und dementsprechend bereiten wir uns jetzt halt gerade auch schon darauf vor, dass es dann hoffentlich gut dann nächstes Jahr mit der zweiten Praxis starten wird. Georg2: wie viele Behandlungszimmer wird die denn haben?
christian Sommer Die hat dann elf Behandlungseinheiten, drei kieferorthopädisch, drei prophylaxe wobei eine auch, ich sag mal, für den Bereich PA-Behandlung auch ausgestattet sein wird, vier zahnärztlich nutzbare Einheiten, ein Multistuhl, wie wir das genannt haben, man sagen kann, okay, wir können chirurgisch prothetisch da auch arbeiten, implantologisch und eine oralchirurgische oder ja,: ein Eingriffraum mit einer oralchirurgisch nutzbaren Behandlungseinheit Behandlungseinheit. Wir wollen da auch der Unterschied zufrieden sein. Wir schaffen auch die Möglichkeit, dort in Vollnarkose behandeln zu können und ja, das ist so ein bisschen das Konzept dort vor Ort. Ähnlich wie hier, also auch alles unter einem Dach. Dafür ist die Zahntechnik da ein bisschen kleiner und ja, so ist erstmal der Plan an der Stelle. Georg2: wie viel Zahnarzt wirst du einem anderen Zahnarzt holen
christian Sommer stand es so, dass wir das und jetzt schon bei uns tätige Oralchirurgin dann dort Vollzeit in Freienwalde arbeiten wird. Meine Frau, die Kiefer-OP-tätig ist, wird dort arbeiten. Dann haben wir ab Anfang nächsten Jahres einen angestellten Zahnarzt der dort Vollzeit arbeiten wird, einen Vorbereitungsassistenten und ich werde Zahnarzt Wir müssen die Woche teilen, also zwei feste Tage in Fritzen, zwei feste Tage in Bad Van Walde und den Freitag den wechseln wir eh in der Praxis, Woche A, Woche B, dass immer ein Teil eine Frühschicht hat und eine Spätschicht und andersrum und dann wird sich das wahrscheinlich so: organisieren, dass ich immer die Frühschicht in Fritzen mache und immer die Spätschicht in Bad Van Walde oder andersrum, das muss man mal schauen, wie sich das am besten organisieren lässt, aber so ist jetzt erstmal der Plan, aber... Wie es halt so immer so ist, Pläne sind dazu da, geändert zu werden. Und ja, und ab Sommer nächsten Jahres, wahrscheinlich so zum dritten Quartal wird dann meine Schwiegermama noch bei uns damit einsteigen Und dann sind wir doch in mehrfacher Hinsicht eine Familienpraxis. Georg2: Ja, krass Ich wusste gar nicht, dass deine Schwiegermutter auch in Zahnmedizin... Ja tatsächlich christian Sommer: auch das, ja. Genau. Georg2: Ja, krass Und wenn alles unter einem Dach heißt, kommt dann auch ein Endo mit einem Kuskop rein?
christian Sommer die Zeichnungen hast du ja gesehen und da ist tatsächlich auch einer der Planungszeichnungen auf dem Mikroskop eingezeichnet. Das ist schon tatsächlich auch ein Wunsch den ich habe. Zumindest eine Zeit lang habe ich ja versucht, dem Thema ein bisschen in die Tiefe zu gehen. Das habe ich Gott sei Dank in meiner Ausbildungspraxis in Berlin-Zehlendorf, Grüße gehen raus an Michelin und Heim, die Möglichkeit bekommen, da mal wirklich als ganz frischer: Vorbereitungsassistent mich in ein Zimmer... Tätig werden zu lassen. Ich hatte ein Mikroskop das konnte ich dann nutzen, durfte viele Fortbildungen machen, hatte auch tolle Kollegen, die mich da mit eingeführt haben. Und so habe ich immer so ein bisschen in dem Teilgebiet auch gehabt. Und für mich war es immer ein Wunsch, entweder das selber noch etwas vorzusehen zu können. Ich habe mich so ein bisschen aus Gründen der ... Ja, für mich Praktikabilität des Alltags hier in Wieritzen. Wir erstmal dagegen entschieden, das weiter zu forcieren, weil ich nicht ausschließe, das nochmal, ich habe noch ein paar Arbeitsjahre vor mir, nochmal ein bisschen forcierter anzugehen die Endo. Aber mein Wunsch wäre auf jeden Fall, oder was mir wünschen würde, dass ich sonst jemanden finde, der sagt, ich mache das bei euch Vollzeit oder ich komme zwei, drei Tage mal raus aus Berlin zum Beispiel und finde dann alle Dinge, die man so braucht Haben möchte als Endodontologe und ich glaube, das ist auch ein Konzept, was funktionieren könnte nach dem
Georg2 meine, lustigerweise ich war letztens ja auf dem Endokongress und da hieß es eigentlich, man braucht ein DVT und ein: Mikroskop. Und beides wäre denn da. Was für ein Mikroskop wirst du eigentlich gar nicht das hast du noch gar nicht erzählt, ich habe noch gar nicht christian Sommer: Dieses Mikroskop ist vorbereitet also es gibt sozusagen die Möglichkeiten, einen zu verankern Ich würde mich dann von dir beraten lassen, weil ich glaube, was wir beide mal schon auch Benutzung hatten für Flexion und ich glaube, das könnte ich mir gut an der Stelle auch vorstellen. Georg2: finde, das Flexion ist ein bisschen preisleistungsfähig aber man muss natürlich aufpassen, man findet immer sein eigenes am geilsten. christian Sommer: Ja, genau, weil aktuell, da haben wir noch, also es war an sich alle Vorbereitung da, aber es wird jetzt nicht zum Start der neuen Praxis dort vor Ort sein, installiert sein, aber vielleicht findet sich jetzt auch im Zuge dieses Podcasts jemand, der sagt, ich habe darauf Bock, also es ließ sich dann relativ schnell installieren alles vorbereitet dafür. Georg2: habt ihr nicht, würde ich sagen, oder?
christian Sommer Patientenprobleme habe ich nicht. Also ganz im Gegenteil wir planen eben auch unsere Webseite neu zu gestalten, das ist eigentlich nur eine Landingpage und wir haben mal eruiert was so unser Einzugsbereich tatsächlich ist. Wir haben mal da gesessen und geguckt mit unserer Webseite Eine Oralchirurgin, dass sie gesagt: hat, okay, wer könnte überhaupt Überweiser sein und auch mit den Kieferolipäden und wie ist so die Altersstruktur und wir haben mal so unseren Bereich so ein bisschen eingegrenzt Märkisch-Oderland und dann sind wir natürlich doch schon relativ weit draußen, sehr odernah und haben mal so ein bisschen nach Süden geschaut Kreishauptstadt ist selo und nach Norden ist dann so ein bisschen doch die Grenze so Richtung Eberswalde Und man kennt ja doch so ein bisschen die Altersstruktur, es sind oft eben Einzelpraxen und wenn man eben weiß, wie viel sich in den letzten Jahren, also seit 2019, seit unserem letzten Podcast zusammen, hat es noch keiner in der Gegend geschafft, seine Praxis wirklich abzugeben.
Also es gibt eine, eine Nachbargemeinde hat eine Kollegin eine Praxis neu aufgemacht wo ein... Wenn ein älterer Kollege vorher eine Praxis hatte in dem Ort, also da existiert immer noch eine, auch wenn es nicht quasi da eine neue Praxis ist, meines Wissens nach die einzige Neugründung in dem Sinne bei uns hier in der Gegend Unsere Kreishauptstadt hat in den letzten zwei Jahren drei oder vier: ZAHAS-Praxen verloren. Ich weiß es schon von einem Kollegen, der Ende des Jahres aufhören wird. Darüber hinaus in der näheren Umgebung ist auch von zwei Kolleginnen schon bekannt, dass sie Ende dieses Jahres ihre Praxis schließen werden und tatsächlich alle ohne Nachfolger. Und das betrifft auch seitdem zwei Praxen in Bad Fränwalde direkt. Alles Altersabgaben oder eben keine Abgaben sondern Altersschließungen. Und das führt natürlich dazu, dass wir einen wahnsinnigen Patientenzulauf haben und ein Arbeitmangel ist es uns auf jeden Fall nicht. Georg2: Und das Krasse dadurch, dass die Praxen schließen kommen die ZFA's auch zu christian Sommer: Genau, es ist halt durchaus so, dass wir zum Beispiel eine ganz tolle Mitarbeiterin letztes Jahr dazubekommen haben, die genau so den Weg zu uns gefunden hat, von einer Tarnnetze die in Silo ihre Tore geschlossen hat und keinen Nachfolger gefunden hat und die dann jetzt eben seitdem bei uns arbeitet, was uns natürlich sehr freut.
Georg2 Nee, weil ich hab mir auch mal so, ich wohne ja im Norden von Berlin und so den Nordosten: von Berlin aus gesehen in Brandenburg angeguckt ob ich da vielleicht einfach da mir auch so irgendwie so einen Spot suche und tatsächlich war ich da nicht so erfolgreich, hatte ein paar Gespräche aber ich bin, ich sag mal so, Ich hätte es rückwirkend auch, glaube ich so eine kleine Neugründung auch in Brandenburg problemlos machen können. Denn effektiv habe ich ja jetzt eine kleine Neugründung gemacht mit eigenem Zimmer aufgerechnet. Aber ich bin sehr froh dass ich keinen Plastizentenstamm übernommen habe, wo ich dann irgendwie mich dem verpflichtet fühle in irgendeiner Art. Das ist natürlich dann schon krass wenn du sagst du hast so ein bestimmtes Konzept und willst das so machen. Und ich denke auch gerade, dass es da viele... Kollegen gibt, die einfach dankbar sind, wenn da jemand Spaß an Endo hat, dass die das irgendwo hinschicken können. Da hat man natürlich immer ein paar andere Probleme, sage ich mal. Aber ich denke mal so kleines Konzept würde immer überall gut funktionieren.
christian Sommer denke ich auch. Und meine letztendlich ist es ja wirklich so, das wissen ja die meisten, dass wir im Bereich der GKV-Endos eben den Patienten auch hier, das muss man mal sagen, eben oft: auf Gründen der Logistik wir haben einen Schmerztermin wir versuchen eben eine schnelle Lösung zu finden und haben natürlich, Dann eben auch teilweise Fahrzeiten für den Patienten von 40 Minuten. Und wenn wir sagen, wir streben bei unseren Spezialisten eine Single Visit Endo an und man überlegt sich, ja, man kommt dann halt vielleicht so zwei, drei Terminen zu uns in die Praxis und fährt die jetzt auch 40 Minuten, der eine Weg dann zu dir, eventuell die anderthalb Stunden, um es mal jetzt so ein bisschen logistisch-geografisch darzustellen, ist dann gar nicht so entscheidend anders. Also man muss eben ganz klar sagen, und da glaube ich auch generell Das nimmt in vielen Bereichen das Verständnis auch zu von Patienten. Wir haben auch zum Beispiel einen größeren Zuzug aus Berlin, die auch eine andere Versorgung schon gewohnt sind. Wir versuchen eben auch doch ein Niveau hier aufs Land zu bringen, wo wir sagen können, okay, wir schaffen den Spagat, dass wir eben doch noch irgendwie Versorgerpraxis sind, wo man sagen kann, okay, es kann sich...
Jeder: leisten. Ich mache auch meine Regelversorgung, ich mache auch die Modellgussprothesen mache aber darüber hinaus auch, ich sage mal, das, was ich eben glaube ich ganz gut kann, eben größere Prothetik implantologische Versorgung. Auch Ästhetik auch Direct Composite, also da kann ich auch mal ein paar Sachen auch nochmal zeigen, wo ich sagen kann, okay, da finde ich hier bei uns eben auch die Patienten die sich dafür interessieren, mehrere Veneer-Versorgungen gemacht und tatsächlich sogar mehr, als ich mir damals 2019 hätte vorstellen können. Also das wird Doch viel eben so angenommen, auch dieses Verständnis von Prophylaxe. Man hatte mal das Gefühl oder gehabt, wenn man jetzt Patienten von einer Praxis hatte, wo es eine Altersabgabe war, dann weiß man irgendwie ja schon, wie der Kollege oder die Kollegin da vorher gearbeitet haben, was sie für eine Vorstellung hatten.
Das unterscheidet sich halt doch. Teilweise von Dingen, die wir uns so vorstellen und trotzdem wird es von den allermeisten Patienten total gut angenommen und: manchmal, es gibt es leider noch nicht so häufig, dass sich die Kollegen, die ihre Praxis aufgeben, auch damit beschäftigen wie die Patienten danach ihren Zahnarzt finden und die Kollegin, die ich gerade angesprochen habe, Aselo finde ich die hat es ganz toll gemacht, die hat uns bei uns angerufen und hat grundsätzlich gefragt, ob wir noch Patienten erleben würden. Wir haben von ihr eine Mitarbeiterin aufbekommen und sie hat gefragt, okay, was kostet bei uns die Prophylaxe Wie wollen wir das so handhaben Wir sagen, wir möchten unsere Patienten ganz zweimal im Jahr, also standardmäßig zweimal im Jahr zur Kontrolle und zur Prophylaxe sehen. Dann sozusagen von dieser Zahnärztin aus Selow dann zu uns gekommen sind, die waren alle bestens instruiert, die kamen auch nicht alle auf einen Schlag, sondern weil dann die Praxis zu war, sondern die hat quasi ein Jahr lang oder zumindest mehrere Monate dazu genutzt ihren sukzessive ihren Patientenstamm abzubauen und irgendwie zu versuchen, eben an andere Praxen zu bekommen und wir haben eigentlich davon wirklich profitiert und viele ganz tolle ganz nette Patienten irgendwie, ich sag mal, geerbt.
Georg2 also lustigerweise,: ich habe letztens mit Gerhard Werling telefoniert, der ist ja, ich sag mal, im Süden Deutschlands, ja, auch im 3D-Druck. Und der hat auch ein interessantes Konzept wie er dann auch so, ja, auch... Und Praxen die in der Umgebung aufhören wollen, denn irgendwie in seine Praxis integriert, also erklärt mir das nochmal in Ruhe, sogar im Podcast meint er, dass er dann quasi die dann irgendwie noch an seiner eigenen Praxis beteiligt und dann sind die dann irgendwie noch weiterhin selbstständig aber nicht mehr so krass wie vorher und dann wissen sie, wir machen noch fünf Jahre und dann... christian Sommer: Ist irgendwie auch Referent für Sprintway, glaube ich auch. Da Georg2: macht auch viel mit CEREC und 3D-Druck und ist da noch voll dabei, was geil ist. Und auch Herzblut-Zahnmediziner. christian Sommer: ich auch vor kurzem gerade was gelesen, glaube ich um 3D gedruckte Brücken zu ersetzen von einem Premulan. Ich meine, das wäre von Berling, glaube
Georg2 Ja, ich meine, ich finde ja 3D-Druck, überlege ich ja auch immer, kann ich das irgendwie in der Endo: integrieren, gerade bei diesen Schalen-Probis, gerade weil du meinst ja vorhin Single-Visit und ich würde ja auch fast sagen, die nächste Revolution ist nicht unbedingt in Zahnmedizin, das ist jetzt nicht die KI-Sache, die wird nebenbei laufen, sondern tatsächlich der 3D-Druck wird die nächste Revolution sein. Sodass ich mir vielleicht auch gar keine Sorgen drüber mache. Also ich wünsche von rein von jeder Praxis die zu mir überweist ein 3G-gedrucktes Provisorium bekomme, sodass ich dann nur noch durch den Zahn durchtribunieren bin. Und dann tatsächlich, dass die Single... Visit-Wahrscheinlichkeit dadurch extrem steigt. Das Problem ist ja immer, was sind die Gründe warum ich es manchmal nicht Single-Visit schaffe? Und das ist manchmal der Grund, dass ich einen Präendotermin brauche, weil dann irgendwie ich schon sehe, dass der Aufbau sieht kacke aus und ich habe ja so einen Fluoreszenzmodus im Glosskop und ich sehe schon, die Ränder leuchten rot. Dann weiß ich eigentlich da Brauchst du nicht. Eigentlich wäre das konsequente zu sagen, ey, pass auf, lieber Überweiser, schick einfach alle gleich mit einem Langzeitprovisorium rüber. Weil wenn man sich überlegt, es geht ja immer auch darum, gerade wer so eine Zahnekrone hat und die älter ist und dann nicht selber gemacht wurde, ist der Zahn überhaupt restaurierbar?
Und diese Frage kann man ja eigentlich erst beantworten wenn man die: Krone runtergemacht hat und dann eine neue Aufbaufüllung reingesetzt hat und so weiter und dann einfach durchtrepaniert ist, glaube ich das Problem Optimalste. Und wenn man DVT macht, dann hat man auch die ganz korrekten Referenzpunkte. Deshalb werde ich auch in Zukunft immer mehr in die Richtung gehen, also weil es auch 3D-Drucker gibt, dass ich einfach sage, nehmt die Kronen runter, bereitet das einfach so vor, dann wisst ihr, dass ihr es auch restaurieren könnt.
christian Sommer Eben das ist natürlich genau das weil das ist ja wirklich das Schlimmste, also in mehrfacher Hinsicht für einen Enthodontologen oder generell für einen Zahnarzt, aber für euch ja besonders, Vielleicht auch für den Patienten natürlich in allererster Linie, aber ihr habt den Patienten dort, der nimmt vielleicht den Weg zu euch auf, auch innerhalb von Berlin kann das ja auch ein größerer Aufwand sein, setzt sich dort hin und dann ihr die Nachricht zu sagen, also ich kann jetzt gar nicht so viel dazu erstmal sagen, ich weiß gar nicht wie schaut es unter der 25 Jahre alten NDM-Krone aus und Der Patient geht dann wieder zurück zum Zahnarzt, der hat also extrem viel Aufwand erstmal dafür und erstmal ganz wenig valide Aussage: dazu. Und dementsprechend ist natürlich klar, wäre das natürlich wirklich ideal, man müsste mal gucken, inwiefern man, also vielleicht nicht das Problem nochmal mit Frakturen nach Endo zum Beispiel, Georg2: Jetzt sag mal, das Ding mit Endofrakturen kann man ja relativ einfach runterbrechen. Also wenn auch keine da ist und das eine MOD-Füllung ist, dann ist der Zahn einfach schon geschwächt unabhängig von der Endo. christian Sommer: eben, genau. Georg2: dann können wir einfach gucken, ist das ein entständiger Zahn? Dann ist natürlich das Risiko auch höher, weil der die meiste Kaulast bekommt. Dann ist natürlich auch klar, dass man irgendwie kommunizieren muss, dass man vielleicht am 7. vielleicht doch ein Implantat setzt, um diese ganze Situation zu entlasten Dann steigt die Pogonose. Wobei man natürlich auch bei Implantaten und natürlichen Zähnen auch aufpassen muss, denn wir sehen ja auch mittlerweile relativ viel atypische Karies, weil das mit den Implantaten da muss man, ja, der Kontaktpunkt, ja, und ich sag mal, es geht dann Noch mal ein bisschen besser, wenn der Nachbarzahn auch wirklich eine Krone hat, die dann in einem Guss mit dem anderen gemacht wurde.
Aber es gibt manchmal auch Situationen: da ein Zahntechniker weiß sofort, was ich meine. Da sieht er einfach, ja, da werde ich das nicht gut hinbekommen können. Oder das Emergenzprofil wird nicht so geil sein. Und das ist natürlich auch so ein Thema für sich. christian Sommer: Auch eine schöne Sache finde ich jetzt für den 3D-Druck sind einfach diese ganz schnellen Versorgungen wo du sagen kannst, okay, um jetzt vielleicht das Thema von 2019 aufzugreifen als Flügelbrücke quasi, da darf dann zweifeliglich in dem Sinne als zur Ausgestaltung des Emergenzprofils, das ist overweight-pointig, wovon man dann halt doch nach einer Soccer-Preservation In die Implantation geht. Also man hat da eben durchaus Möglichkeiten, wirklich ganz, ganz schnell eine gute Versorgung für den Patienten. Am besten doch, wenn man eben das Labor in einem eigenen Haus hat. Die Techniker, das können das in wirklich extremer, schneller Zeit, innerhalb von anderthalb zwei Stunden realisieren unter Umständen wenn es notwendig ist. Also das ist immer der Fall von den Patienten, wo morgen die Tochter heiratet Georg2: Ja das
christian Sommer Muss es halt, das ist der Klassiker, ja, aber es gibt es halt, also tatsächlich hatte ich vor zwei, drei Jahren genau diesen Fall, so eine: Eckzahn fraktoriert und morgen sollte die Tochter da zum Altar geleitet Georg2: on China. christian Sommer: Ja, das muss man dann tatsächlich, haben wir dann auch gelöst über, damals gab es ein gefrästes Langzeitprovisorium, aber das hat dann halt auch funktionieren müssen. Georg2: im Prinzip diese 3D gedruckten Sachen, Klebebrücken jetzt zum Beispiel, sind effektiv Hybridkomposite oder Hybridkeramiken. christian Sommer: also die sind, ich glaube, das bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, die Materialien von Formlabs und von Sprintray kommen, glaube ich alle von Bego ursprünglich. Also bei Formlabs bin ich mir ziemlich sicher bei Sprintray jetzt, ich meine ich habe es gelesen, und das ist das Vaseo Crown Plus heißt das, glaube ich und das funktioniert gut Georg2: Aber wie bereitest du das vor? Machst einfach Sandstrahlen?
christian Sommer Genau, also richtig. Beide, also sowohl die Klebefläche an der Brücke als auch die Zahnfläche wird gestrahlt und dann, man hat natürlich relativ dünne Schichtstärken, wo man auch: mit der Polymerisationslampe durchleuchten kann, mit einem rein lichtherden Komposit dann erstmal eingesetzt. Georg2: nimmst dann immer? christian Sommer: Ich habe tatsächlich jetzt, glaube ich, ein normales Omnikroma glaube ich, kompositiv angenommen, weil es hat schöne Fließeigenschaften. Aber ich glaube, man könnte tatsächlich jedes normale Loder Georg2: du vielleicht auch irgendwas selbstadzessives noch nimmst christian Sommer: tatsächlich, also bei den Schichtstärken habe ich, glaube ich einfach, dass man mit einer guten Prolimationslampe einfach vernünftig das durchhärten kann und sich eben nicht darauf verlassen muss, dass irgendwas selbst, also eine ganz klare Vorbereitung der Klebeflächen und das funktioniert tatsächlich ganz gut. Georg2: Spannend. Also wie gesagt, ich glaube, 3D-Druck ist das Spannende. Was für einen Scanner hast du denn?
christian Sommer haben aktuell jetzt zweimal einen Prime-Scan und für die Zahnmediziner werden wir jetzt gerade noch eine zweite anschaffen. Und weil ich noch nicht die neue Prime-Scan, also die ja nur noch im Cloud angebunden ist, sondern ich möchte die klassisch stationäre Variante dann noch haben und bietet i700.: Aber der ist für die Key-Photopädie Georg2: Ich meine, ich finde es ja auch krass dass im Scannermarkt auch so viel Bewegung ist. Ja, also wenn man dringend denkt, was manche 3D-Drucker kosten auch für den Medical-Bereich das ist ja im Bereich von 30.000 40.000 kann das ja sein. Ja, und beim Scanner ist es ja sind ja, die gibt es ja auch super günstige Modelle mit lustigen Namen. Ja genau, christian Sommer: Also ich glaube tatsächlich, in diesem ganzen Bereich bewegt sich deshalb auch so viel, weil man eben feststellt dass die Technik dahinter eben einfach, valide und gut funktioniert. Also man hat ja 3D-Druck letztendlich so den Bereich des SRA-Druckens also das System SRA gehabt, was ja immer Formlabs noch verfolgt, ich glaube bis hin zum Form 3B Plus und jetzt der neue Form 4.
Da weiß ich nicht ganz genau, wie das technisch funktioniert. Dann eben über das DLP-System, über die LCD-Drucker. Man hat festgestellt, dass das verschiedene Vorteile hat, aber dass man selbst eben mit LCD-gedruckten Dingen eben auch Passgenauigkeiten erreicht, die wirklich, wirklich gut sind.: Und dementsprechend eben auch mit Druckern von Anycubic zum Beispiel theoretisch eben Passgenauigkeiten erreichen kann. Da gibt es auch viele Zahntechniker, die sich da reingefuchst haben, die Details selbstständig gemacht haben. Es gibt ganz tolle Jungs die arbeiten bei Sipéa, das ist ein Onlineshop, die wirklich sich das ganze 3D-Drucken und ganze CAD-CAM in dem Sinne so ein bisschen losgelöst von den großen Firmen sich das selber aufgebaut haben, super viel Expertise haben. Also wer mit dem Thema starten möchte, kann sich da auch geholfen Ganz gerne mal bei denen auf dem Onlineshop sich rumtreiben und mal gucken, was sie so machen. Und die haben eben auch ganz klar gesagt, die haben, glaube ich von Elegoo einen Saturn-Drucker gerade da, den validieren die und machen die Feineinstellung.
Und ich glaube, mit dem kann man dann schon sehr gut auch den Einstieg In den 3D-Druck finden, wenn man jetzt nicht so viel Geld dafür ausgeben möchte erst mal. Und softwaretechnisch ist es ja auch ähnlich. Man kann eben, klar, mit Exocard kann man viel machen, aber um das Thema reinzukommen, gibt es auch: Mesh-Mixer und die Software von Prusa und von anderen Anbietern, die ist mehr oder weniger Open Source, die ist kostenlos zum Download und das macht einfach das ganze Thema. Damit kann man auch mal reinkommen. Das ist der große Unterschied, finde ich zu anderen Dingen, wo man, wenn man sich da einarbeiten möchte, in der Zahnmedizin oft die Von Anfang an sehr viel Geld in die Hand nehmen muss. Also wenn ich jetzt sagen möchte, ich möchte jetzt in meiner eigenen Praxis das machen, was du machst, dann habe ich natürlich relativ hohe Kosten für ein gutes Mikroskop. Georg2: relativ genau sein. christian Sommer: Genau. Und auch für alle anderen Dinge. Und das ist im 3D-Druck ganz cool. Man kann alles, was man vielleicht mal später für die Praxis braucht, erstmal zu Hause in seiner Werkstatt oder so machen mit Investment von 2, 3, 400, 500 Euro und erst mal damit anfangen zu gucken, okay, wie sind denn so welche Workflows?
Man kann sich Datensätze vielleicht sogar mal von einem befreundeten Labor schicken lassen und mal gucken, wie man damit überhaupt arbeitet. Generell glaube ich, das ist am ganzen Thema 3D-Druck, das bringt halt Zahnärzte und Zahntechniker noch mal ganz nah zusammen. Also diese: Revolution bedeutet halt, dass die Schnittstellen eben noch unmittelbarer werden. Man kann kürzer man kann unkomplizierter miteinander arbeiten. Georg2: Besonders die können ja auch Feedback geben während der PrEP, das ist ja das Krasse. christian Sommer: ist ja generell beim Scannen so, also wenn man jetzt wirklich sagt, also ich mache zum Beispiel das so dass ich mache einen Vorab-Scan, packe das bei PrimeScan in die Biokopie, nehme den Biss auf vorher, schneide dann eben teilweise dann die gepreppten Zähne im Nachhinein aus, scanne das danach, kann sofort korrigieren, kann also jederzeit wieder ausschneiden, kann also mir dann eben nochmal so einen Prep-Check nochmal angucken und das sind natürlich Sachen, wenn man jetzt mal überlegt man hat mit einer Korrekturformung zehn Pfeile abgeformt Und du bist schon fünf Minuten im Verzug, da muss man dann schon sehr viel, ich sag mal, zu sagen, Eier haben, ja, und zu sagen, ja nee, also da lege ich jetzt nochmal neue Fäden, weil ich an dem 1-7-Dista eine Blase auf der Prep-Grenze habe.
Das interessiert im Scannen halt niemanden Dann guckst du dir einen an und sagst, okay, von denen sind halt neun Pfeiler super und beim: 7er hat es ein bisschen geblutet, dann scanne ich halt den einen nochmal nach. Georg2: Kippen mal ein bisschen was rauf damit es christian Sommer: genau. ganz grundsätzlich, das ist halt der größte Vorteil finde ich, in dem Ganzen Und wenn man eben doch häufiger sieht, gegen jeden so, glaube ich ist die größte Angst in der Uni, wenn du jetzt der TPK oder der Photonkurse hattest, weil das Modell kaputt geht oder du irgendwie auf dem Weg bist, dass da irgendwas mit passiert. Georg2: Aber Christian, das finde ich ja das Krasse das ist ja nicht mehr so Die Vorklinik ist ja nicht mehr so wie bei uns, weißt du? christian Sommer: aber das kennen wir ja noch, wir, die das noch mitmachen durften und das interessiert natürlich, du drückst auf den Knopf und kriegst das Modell nochmal und auch da ist es ja so, viele machen sich ja du kannst natürlich auch ein Sägeschnittmodell drucken du kannst dir aber auch einfach zusätzlich noch die Stümpfe ausdrucken, wenn du sagst okay, du möchtest das haben, einmal quasi als solides Modell und trotzdem nochmal einzelne Stümpfe, um die Passung zu kontrollieren, dann machst du es halt. Und das kostet halt zwei, drei Klicks mehr und nicht eine Dreiviertelstunde mehr Modellherstellung.
Georg2 Ja besonders: die Materialkosten von so einem Druck sind ja auch super gering geworden. christian Sommer: Ja eben, also das muss man halt wirklich sagen. Also ich glaube, der Faktor dass man das so hin und her gerechnet hat, da hat man eigentlich an einer falschen Stelle immer geschaut. Wenn man jetzt guckt, was kostet ein Liter Modellresin und was kostet eben ein super Erhaltgips, das sind natürlich erstmal Unterschiede Aber was dahinter steht und wie du damit arbeiten kannst, glaube ich auch, dass der Kostenfaktor genau da keiner ist. Also kein negativer zumindest, sondern eher ein positiver. Georg2: Krasse ist ja, wir haben ja schon über die Studenten geredet und du bist ja so ein bisschen also bist ja in Brandenburg und du wirst ja jetzt auch Hospitationspraxis sogar für... christian Sommer: Ja, tatsächlich. Also es gibt ja schon seit, ich glaube, zehn Jahren die Medizinische Hochschule Brandenburg in Neuruppin. Aus dem Also aus der Idee erwachsen, dass man als Brandenburg ein Bundesland ist, was keine eigene medizinische Fakultät hat. Das soll jetzt in Korpus kommen, aber bis dato war es eben nicht so.
Und man hatte natürlich, und das ist ja das, was sich jetzt immer weiter verschärft eben auch einen: Ärztemangel, nicht nur in den Praxen auf dem Land, sondern auch in den Kliniken in Brandenburg. Zum Beispiel das Krankenhaus in Neuruppin, Brandenburg-Havel und noch viele andere. Und das hat man letztes Jahr auf die Zahnmedizin übertragen, hat sich dort in Brandenburg an der Havel angesiedelt jetzt erstmal noch in der Ausbildung in einer Praxis Provisorischen Räumlichkeiten und ich war jetzt vor ein paar Wochen doch vor den Osterferien am Freitag in Bamberghafen und da wurde eben genau vorgestellt, was da eben entstehen soll und da entsteht in einem alten E-Werk, also in einem historischen und wahrscheinlich auch denkmalgeschützten Gebäude, glaube ich, eine tolle moderne Zahnklinik und man hat da ein ganz, ganz cooles Konzept denke ich.
Weil zum einen ist es so, dass die eben doch sehr früh, schon im ersten Semester in den ersten Wochen Kontakt zu der: tatsächlichen Zahnheilkunde haben. Also die lernen sehr früh, wie wird eine Krone präpariert einfach so, um von vornherein zu wissen, man wird nicht ein breit geschulter Naturwissenschaftler oder studiert eben die ganze Vorklinik zusammen mit den Humanis, sondern man möchte halt Zahnarzt werden und Das weiß ich zum einen, weil eine ehemalige Mitarbeiterin von uns die wir selber ausgebildet haben, die bei uns den Beruf der ZFA gelernt hat, seit diesem Semester dort immatrikuliert ist. Und wir im Sinne dieser Lehrpraxistätigkeit jetzt Mitte Mai die ersten beiden Studentinnen bei uns zu einer Praxiswoche begrüßen dürfen und da haben wir natürlich ein paar Sachen, die wir uns anhören Konnten und wie das eben zu laufen hat. Und ich glaube, das ist halt ganz wichtig, dass jemand konsequent einen Kontakt eben auch zu Praxen hat, die eben auch das machen, worauf es aus meiner Sicht auch ankommt.
Also klar, Forschung und Lehre an den Universitäten, das ist ganz wichtig. Bei mir kommt manchmal ein bisschen zu kurz, dass es eben auch: ganz in den Fällen eben um die zahnärztliche Versorgung von Menschen geht, um die Gesundheit der Menschen Gesellschaft in dem Bereich und das lernt man, glaube ich, ziemlich gut in Praxen und da bin ich ganz gespannt, wie sich das dann so darstellen wird und freue mich drauf und würde mich natürlich auch freuen, wenn vielleicht darüber mal irgendwann eine Anstellung erwächst, dass jemand, eine Studentin die vielleicht in dem Zuge ihrer Wenn Ausbildung im Zuge des Studiums schon mehrere Wochen bei uns war, dann sagt, hey, ich habe voll Lust bei euch die Vorbereitungsassistenz zu machen oder noch den Schritt darüber hinaus noch bei euch irgendwie angestellt zu arbeiten, weil ich glaube, wir als Praxis könnten das gut gebrauchen Wir brauchen natürlich dann auch weiterhin Nachwuchs und wenn man eben weiß, wie sich das hier in der Region entwickeln wird.
Brauchen die Menschen hier eben auch vielleicht noch den einen oder anderen Zahnarzt, um nicht überall hören zu müssen, nein wir nehmen keinen neuen Patienten mehr auf. Und das sind natürlich Dinge, die man sich in vielen Regionen in Deutschland nicht so: wirklich vorstellen kann, gerade in den urbanen Bereichen. Aber es ist tatsächlich eben vielfach so, dass wir auf dem Land doch, gerade auch viel im Osten in den Flächenländern, eine massive Unterversorgung haben. Und ich habe die Hoffnung, dass dieses Konzept Der Medizinischen Hochschule Brandenburg da doch eine Abhilfe schaffen wird. Georg2: aber ich kann nicht beruhigen. Ich habe ja bei Martin Gollner in Bayreuth gearbeitet. Ein Ort weiter in Kulbach, genau die gleichen Probleme. christian Sommer: eben, Georg2: das ist ein krasses Stadt-Land-Problem. Aber ich muss sagen, ich habe ja auch meine Assistenzzeit die ersten zwei Jahre in Brieselang im Speckhüttel verbracht. Und ich kann es nur empfehlen tatsächlich in einer hochwertigen Praxis im ländlichen Bereich zu anfangen mich zu bewandern braucht man tatsächlich viele Patienten, muss in Routine kommen und dann braucht man es. Ding nicht, dass man quasi sich am nächsten Tag mal das leere Bestellbuch anguckt und hofft, dass ein Schmerzpatient irgendwie reinkommt.
christian Sommer das ist glaube ich auch das, was einfach sehr frustrieren kann tatsächlich. Weil wenn man eben natürlich... Auch ein: Problem, wenn man sehr lange Terminvorlaufzeiten hat, wenn dann eben unmittelbare Dinge dazukommen und man noch Patienten irgendwie, ich sag mal, dazwischen schieben muss. Aber es ist trotzdem irgendwie für mich weniger stressig Also ganz grundsätzlich weiß ich, wenn ich in der Praxis bin, habe ich zu tun. Ich kann meinen Tag füllen und es wird halt auch nicht langweilig Und ich glaube mich würde per se auch mehr interessieren Oder demotivieren, wenn ich irgendwas machen kann und irgendwas machen möchte und die Patienten dafür wären nicht da. Das wäre natürlich, dementsprechend die Situation haben wir auf jeden Fall nicht.
Und ich hoffe, dass wir aber durch unser Konzept was wir jetzt hier aufgebaut haben und weiter aufbauen werden, es schaffen werden, dass sich doch viele junge Menschen Oder auch ältere Menschen, also wir haben auch einen Kollegen zum Beispiel, der hatte eine Praxis in Berlin und hat sich hauptsächlich in Corona bei uns in der Nähe ein Haus ausgebaut als stetigen Wohnsitz und der hat sich dann entschieden, seine Praxisanteile in Berlin zu verkaufen und arbeitet mit über 60 bei: uns angestellt. Ich bin sehr froh, dass wir ihn haben, weil es natürlich jemand ist, der viele Jahre Erfahrung hatte, der eben, wie man so schön sagt, mit allem Wasser gewaschen ist und dementsprechend Nur mit Vorbereitungsassistenten so eine Praxis zu stemmen wäre letztendlich eben auch nicht das, was sinnvoll wäre. Man hat natürlich auch unterschiedliche Altersstrukturen, haben natürlich auch unterschiedliche Patienten, die vielleicht eher den Zugang dazu finden. Und ich glaube, die Mischung macht es letztendlich deshalb wichtig Ich freue mich auch sehr, dass meine Schwiegermutter, die ist dann auch über 60 und hat natürlich auch viele Jahre Erfahrung in ihrer eigenen Praxis gesammelt dass sie bei uns mit einsteigt und dadurch kann man ein sehr breites Feld abdecken. Georg2: finde es auch cool, dass du auch gleich quasi einen Seminarraum in dem neuen Projekt in Bad Freienwalde gemacht hast. Da kann man dann auch quasi die Region dann auch nochmal ganz anders definieren
christian Sommer Genau, ich möchte halt eben schauen, dass man vielleicht auch es schafft, Referenten Chord am Kurs oder so, dann mal wirklich: zu uns zu holen vielleicht auch dazu noch interessierte Kollegen aus der Umgebung einzuladen und die Möglichkeiten bestehen da und ich bin mal gespannt, wie wir sie dann nutzen werden, aber ich bin ganz optimistisch. Georg2: Ja, ich denke, das wird schon gut. Und ich sage mal, mittlerweile ist ja so, man muss ja manchmal auch bloß gute Arbeitsräume schaffen und dann sieht man ja automatisch ich sehe das ja auch beim Zahnzentrum Freese im Raum Magdeburg, das ist ihm ja auch sehr gut gelungen, also dem ganzen Team dort. Und das ist natürlich eine coole Sache. Und die bauen tatsächlich jetzt nochmal an. christian Sommer: Ja, das ist tatsächlich das, was ich auch glaube. Ich glaube, wenn man sich wirklich versucht, da irgendwie, das ist auch meine Hoffnung, sich Gedanken zu machen, irgendwie zu sagen, okay, alle Leute in unserer Branche sag ich jetzt mal, treiben ja eigentlich die gleichen Dinge an. Ich bin eigentlich immer davon überzeugt dass jemand, der das Studium der Thalmedizin geschafft hat, dass die allermeisten davon eigentlich eine Grundmotivation haben.
Das auch auszuleben, das eben auch Tätigkeit da überzugehen zu sagen, okay,: das, was ich gelernt habe auf dem Niveau an meiner Uni, möchte ich halt auch irgendwie umsetzen und eben genau deshalb auch diesen Beruf irgendwie angefangen haben zu studieren und auch zu Ende gebracht haben. Und ich glaube, wenn man das eben in die heutige Zeit halt packt wo man eben sagt, okay, es muss halt flexibel sein, wir haben eben einen hohen Anteil an weiblichen Studenten Und die haben ein gewisses Alter, also man gucken, dass man das versucht zu verbinden, die Familie, die Kinder, die dann vielleicht da sind, eben Bedingungen zu schaffen, wo das eben funktioniert. Und wo man dann sagen kann, okay, zu uns fährt man vielleicht dann den einen oder anderen Kilometer eben mehr raus, auch raus aufs Land, aber eben planbar. Also wir hatten jahrelang eine, unter den Teiljenigen kam die Kammer von Hohenschönhausen Und die ist halt an guten Tagen mal, 50 Minuten zu uns gefahren und wenn man ein bisschen Verkehr hatte, 55.
Das war so die Range. Die war ganz gut planbar immer bei uns. Die hat immer einen Parkplatz gefunden und das war für sie halt einfach eine Situation,: die wenig stressbelastet war. Man fällt ja antizyklisch Alle fahren da rein und man fährt selber raus. Georg2: erinnert mich sehr gut an Brieselang, so krass antizyklisch christian Sommer: Und das war bei mir auch anderthalb Jahre, falls ich gependelt bin. Und auf der anderen Seite ist es ja so, man fährt vielleicht in Berlin deutlich weniger Kilometer, aber unter Umständen deutlich länger. Und die Amplituden sind halt... Einfach deutlich krasser. Manchmal fährt man halt in dieser gleichen Strecke vielleicht in einer halben Stunde, manchmal braucht man vielleicht aber auch eine Stunde 15. Das ist natürlich das, was Stress verursacht wenn du morgens zur Arbeit fährst und weißt um 8 sitzt der erste Patient da und du weißt schon, okay, du bist vielleicht erst um viertel neun in der Praxis, weil du schon wieder im Stau stehst. Und das ist eine Sache, die hier tatsächlich in der Regel nicht passiert. Das ist auch ein stressminimierender Faktor tatsächlich. Georg2: Ich finde nur noch die Zugverbindung.
christian Sommer also das ist ja auch eine Sache, die ganz heiß diskutiert wird, dass man hier nach Fritzen die viele Jahrzehnte bestehende Bahnstrecke nach Berlin wieder reaktiviert und da wird lokalpolitisch doch hier sehr dran gearbeitet und ich hoffe, dass das umgesetzt: wird, weil ich glaube, das wäre wirklich eine gute Sache für die Region. Georg2: gucke ja auch immer auf ein paar U-Bahn-Projekte in Berlin. Es könnte sein, dass ich demnächst in naher Zukunft eine U-Bahn-Station fast vor meiner Haustür haben könnte, weil die U2 wird verlängert und es christian Sommer: stimmt, ich habe gelesen, ja. Georg2: die U9, was meine Arbeitslinie, auch irgendwie verlängert wird und das wäre natürlich sehr krass. Aber das mit der U9, das glaube ich erst, wenn christian Sommer: Wenn du drinnen sitzt, ja. Georg2: zehn Jahren Baubeginn ist. christian Sommer: okay, naja pünktlich zur Rente, na gut, ein bisschen mehr Zeit ist da noch. Georg2: Ja, ich sag mal so, ich probiere, glaube ich, so lange wie es geht zu arbeiten. Also es kommt darauf an, wie es
christian Sommer es kommt auf einen, glaube ich auf einen, wenn man das, also ich Genau, das ist ja der Punkt. Also mein Papa, der wird jetzt demnächst 66 und hat immer noch seit 33 Jahren die Praxis hier in Wrizen, seit 84 Zahnarzt und ich glaube, der hat immer noch relativ viel Spaß und sehr viel Spaß an seiner Tätigkeit und es: ist immer ganz schön zu sehen, dass man auch noch Ja, ich sag mal, im fortgeschrittenen Zahnarztalter eben auch noch auf diesen Zug Digitalisierung aufspringen kann. Mein Vater scannt mittlerweile, glaube ich, prozentual fast genauso viele Arbeiten wie ich das mache. Georg2: Ich denke mal auch so, es gibt vielleicht irgendwann einen Punkt, wo es vielleicht körperlich mehr so geht aber du kannst ja dann immer noch irgendwie beratend den Leuten zur Seite stehen in einer größeren Praxis, also dass du einfach sagst guckst du die Schmerzpatienten an und probierst diagnostisch rauszufinden, was sie haben, damit man denn die besser scoren kann. Wie wichtig ist das? christian Sommer: und mein Vater ist ein ganz, ganz hoher, also Ganz ganz toll macht das alles, was so herausnehmbare Prothetik ist. Also das ist natürlich das, was man einfach mit viel, viel Erfahrung über Filialmachen lernt und gerade wenn das Alter der Patienten sehr, sehr hoch ist, das muss ich immer sagen, umso schwieriger die Ausgangssituation beim.
Bei einer zahnlosen Patientin meistens im sehr sehr hohen Alter umso: schwieriger fällt es mir damit dann irgendwie ein Ergebnis zu bekommen, wenn man halt sagen kann, okay, Implantate kommen halt nicht in Frage aus verschiedenen Gründen dann eben tatsächlich auszudrücken Da die Totalprozese hinzubekommen wo man sagen kann, okay, das ist jetzt wirklich gut gelungen und da bin ich immer ganz froh dass man da immer noch einen Ansprechpartner hat, der das noch viele, viele viele Jahre schon gemacht und da einfach mehr Erfahrung mitbringt. Das sind so die Punkte, wo man sagen kann, okay, da gab es früher auch einfach mehr Fälle als heutzutage muss man auch sagen. Georg2: Mein Senior-Zahnarzt in Brieselangen hat seine Diplomarbeit über Unterkiefer-Totalprothesen geschrieben. Das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Und wenn man sich das überlegt, der musste eine Diplomarbeit schreiben. Hast du einen Doktortitel gemacht? Also in meinem Studium musste ich eigentlich...
Primär Multiple-Choice-Anmachung, die musst du nie mehr als einen Satz schreiben. Und das ist schon irgendwie zum einen sehr cool, muss man sagen, weil es nicht nötig ist. Einer Übung, warum ich Zahnarzt geworden bin.: In der Praxis ist es leider komplett anders. christian Sommer: muss ich nur beschreiben. Georg2: Und Vollprothesen kann man natürlich auch mittlerweile geil christian Sommer: Ja, tatsächlich. Und ich suche seit längerem eigentlich so einen Fall, wo man sagen kann, das ist genau der Fall für eine Digital Denture, wo man sagen kann, okay, die Basis der alten Prothesen sind super, man kann die ja zum Beispiel dann einfach scannbar unterfüttern, dann hast du ja den perfekten Funktionslöffel bringt der Patient ja dann schon mit. Die Ebenen passen dass du die Verzahnung übernehmen kannst, dass du eigentlich alles hast und dann eben entweder märzmäßig im Baldi-Denscher-Prinzip wo dann schon die beiden Runden zusammenpassen, also die Okklusion quasi steht und man kann sich so bisschen katalogmäßig sozusagen die Zähne aussuchen. Dann wird eigentlich nur die Basis ausgefräst oder eben so in dem anderen Verfahren, dass man sagt, okay, man konstruiert dann, man kann das ja sogar mit einer In-Lab-Software, so ein Foto des Patienten machen, man kann es so digital interpolieren, dass du aus dem Foto quasi so eine Art 3D Georg2: Smile-Design für
christian Sommer so ein bisschen: geht es in die Richtung Georg2: muss mal sagen, wenn man sich das klassische Aufstellen von einer Totalprothese ansieht, ist das eigentlich die Urform vom Smile-Design. Die christian Sommer: haben wir damals damit angefangen. Coachman hat das aufgenommen, von Totalprothese. Georg2: machen was ganz Cleveres schon im Studium. christian Sommer: Und dass man dann halt sagt, okay, man druckt dann am besten so eine Reiseprothese mal Basis und druckt Zähne als Zweitprothese als Reiseprothese lässt den Patienten Mal ein paar Tage damit mitlaufen und dann fräst man die Basis fräst die Zähne aus, verheiratet es miteinander und dann geht der Patient eigentlich mit super wenig Terminen und zwei nutzbaren Prothesen aus dem Haus. Man hat relativ wenig Arbeit. Georg2: Single wird voll potriert Endlich
christian Sommer Aber wirklich, Quatsch das ist ja jetzt in einer Zeit wo die Patienten immer älter werden wollen und auch in den Seniorenzentren dort da viele, den Mädels gerne, den kannst du: dir unter den Arm klemmen. Und dann kannst du mal schauen, okay, weil für viele Patienten ist das der größte Problem, sind die Termine in der Praxis. Sie können nicht mehr selber fahren, es gibt einen Fahrdienst. Wahrscheinlich ist auch das Anstrengendste, was die aktuell gerade in ihrem Leben noch machen, eben dieser Termin bei den Ärzten. Also nicht beim Zahnarzt, sondern bei den Ärzten. Wenn man das so noch einem älteren Menschen einfach abnehmen kann, zu sagen, okay wir vereinfachen diesen Prozess und du kriegst trotzdem ein Ergebnis. Ich glaube, damit ist vielen geholfen. Georg2: Ja cool, Christian. Eigentlich ein schönes Schlusswort. christian Sommer: ich war gerade vielen geholfen, das ist ein schönes Schlusswort. Aber Mensch, wie schnell dann doch wieder die Zeit vergeht wenn man so ein bisschen am Plaudern ist. Georg2: ist ja mit dir. Wir kennen uns ja schon, die zehn Jahre haben wir glaube ich schon geknackt. christian Sommer: denke, ich war relativ frisch in Berlin und war in der Assistenzzeit tatsächlich noch. Ja lange ist her. Georg2: Machst eigentlich noch viel Fortbildung?
christian Sommer Also nicht mehr so viel wie zu der Zeit, weil da habe ich ja, glaube ich alles mitgenommen, was ich irgendwie noch untergekriegt habe. Ich hätte auch da nochmal: einen Dank raus an meine damalige Praxis in Zehnenhof, die mir das alles ermöglicht haben. Also die haben extrem viele Fortbildungen bezahlt und mir auch Leute vorgestellt, wo man sagt, okay, da musst du mal hingehen da lernst was. Und es ist natürlich weniger geworden, auch aus Gründen, dass das Praxisprojekt da dann auch Familie und so, aber ich schaue schon noch, dass ich regelmäßig nochmal was Neues mitnehme. Georg2: Cool. Also, ich wünsche viel Erfolg für deine Baustelle und dass alles klappt. christian Sommer: wirst es dann zu Gesicht bekommen. Ja, alles klar. Georg2: Ciao.