Der Dental Podcast von Zahnärzten für Zahnärzte
Georg2: Die Zukunft der Vitalerhaltung, darum geht es auf einem Kongress am 27. September an der Uni Gröning. Erik ist im Team, der das Ganze organisiert ist ein deutscher Zahnarzt der schon eine Weile in den Niederlanden arbeitet und ich finde es auch sehr spannend, wie das Arbeiten dort ist. Wir sprechen natürlich auch über Vitale Haltung und ich freue mich natürlich, einige von euch live bei dem Kongress zu sehen. Das ist ein Samstag der 27.9. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Hören. Herzlich willkommen, lieber Erik, zum Podcast. Wir haben ja ein oder du hast ja ein spannendes Projekt, denn du arbeitest ja nicht nur in Niederlanden an der Uni, sondern du organisierst auch einen schönen Kongress Aber hallo erst mal. Eric: Hallo Georg, grüße dich. Vielen Dank für die Einladung. Georg2: Wie lange arbeitest du jetzt schon in den Niederlanden
Eric ich bin im 2005,: habe ich mein Zahnmedizinstudium in Mainz fertig gemacht und bin dann schon relativ schnell 2006 umgezogen in die Niederlande Ich habe also eigentlich nur ein kleines Jahr in Deutschland gearbeitet und seitdem bin ich schon ein richtiger niederländischer Zahnarzt geworden. Ursprünglich komme ich aus dem Saarland und jetzt wird es natürlich immer schwieriger wenn man Familie, Kinder, um wieder was anderes zu machen. So hänge ich jetzt hier in den Norden der Niederlande in der schönen Stadt Groningen. Da bin ich auch sehr froh. Georg2: du denn gleich auch an der Uni in Groningen gelandet oder hast du vorher noch in Praxis gearbeitet?
Eric Ich war natürlich ein bisschen ängstlich wegen der Sprache. Wie du weißt, Holländisch und Deutsch, das ähnelt sich schon und du kannst als Deutscher schon relativ schnell Niederländisch lernen. Ich denke mal so drei, vier Monate, wenn du dann intensiv paukst, ist das gut möglich. Ich deswegen erstmal habe ich die in Grenznähe ausgenutzt und bin dann erst in die Gegend von: Papenburg gefahren und habe dort erst in der allgemeinen Praxis gearbeitet. Aber danach relativ schnell probiert hier an der Uniklinik einen Fuß in die Tür zu bekommen und das hat auch damals geklappt in der Prothetik. Da habe ich in der Prothetik angefangen. Georg2: also du hast erst in Prothetik angefangen und jetzt bist du in der Kunst gelandet. Eric: eigentlich bin ich so ein bisschen der Endoman der Prothetik Also in Holland ist das alles so ein bisschen, oder hier in Groningen an der Universitätsklinik ist es doch so ein bisschen anders, als das damals in Mainz war.
Wir haben die Prothetik bei uns, wir machen auch Einzelzahn, keramische Restaurationen und bei uns wir probieren das relativ modern hier in Groningen zu machen. Also wir machen EDS, wo wir unter jede Restauration und wir versuchen alles unter Kofferdamm zu machen hier. Und da kommt man relativ schnell so auf das Grenzgebiet Endo-Resto und wir hatten halt jemanden gebraucht der so ein bisschen, das heißt bei uns die Fundament-Restoration macht, das heißt alles was Stifte und gerade so Deep Margin Elevation: angeht wenn es um tiefere Restauration geht und dann so hat sich das langsam so ein bisschen das Grenzgebiet zwischen Endo und Resto war schon immer so ein bisschen mein Gebiet was mich am meisten interessiert hat. Deswegen läuft das jetzt so ab, dass ich dann auch, hatte ich nach zwei Jahren in der Prothetik arbeiten, hatte ich auch die Möglichkeit, damals in der Endodontie-Abteilung Ausbildung zu machen, heißt bei uns Lehrgang Endodontie und den habe ich in Groningen gefolgt Gleichzeitig habe ich noch einen Tag in der Überweisungspraxis für Endo gearbeitet, hier in Kroningen. Endo Kroningen heißt die Praxis und ja da habe ich relativ viele Endos eine Zeit gemacht und so kam es eigentlich, dass so ein bisschen das Grenzgebiet zwischen Endo und Resto, das ist das Gebiet. Aber trotzdem fühle ich mich auch sehr verbunden noch mit der Prothetik hier. Also wir haben da eine ganz nette Gruppe zusammen. Georg2: ab wann hast du mit dem Mikroskop auch damit gearbeitet?
Eric Ja, eigentlich von Anfang an. Mein Kollege von der Endodontie, das war damals Kasper Feenstra, das ist eigentlich hier in Holland: so ein bisschen der Pionier, was Mikroskopie in der Endodontie angeht Der hat das sehr, sehr früh schon angefangen in seiner Praxis auch mit Mikroskopen zu arbeiten und der hat damals zu mir gesagt, Erik, Wenn du zu mir arbeiten kommst, ich habe nur ein Ding, was ich sicher will, dass du alles unter dem Mikroskop machst. Und das habe ich eigentlich als junger Zahnarzt dann schon angefangen und habe dann angefangen wirklich... Und probiert zu präparieren und auch meine Füllung und die Kontrolle oder 01, wie sie in Holland heißt, das auch alles mit dem Mikroskop zu machen. Scheint in erster Instanz ein bisschen übertrieben, aber irgendwie habe ich mir das angewöhnt und so lief das auch weiter in den nächsten Jahren.
Und das sieht man, irgendwann kann man nicht mehr ohne, das ist der Nachteil aber ja, das... Das probieren wir hier so schon so konsequent zu machen und wir haben auch in Groningen die Möglichkeit, das auch mit den Studenten zu machen. Das ist in unserem Behandelssaal der ist vor drei oder vier Jahren fertig geworden und da haben wir von 20 oder 25: Behandelstühlen ungefähr, da haben wir 14 oder 15 Mikroskope hängen. Und das ist natürlich schon toll, dass wir da den Studenten alles mit dem Mikroskop zeigen und die sind auch dann verbunden mit den Bildschirmen, sodass wir, wenn wir denen was zeigen, dann können wir sagen, hier geh mal zur Seite und guck dir das auf dem Bildschirm an ich versuche es jetzt hier das Beste, um das Problem zu lösen. Georg2: Ja, das ist natürlich didaktisch auch dann mega gut, weil ich meine, oder andersrum, selbst die ZFAs in Deutschland würden sich ja langweilen ohne Bildschirm, weil sie nicht wissen was dann passiert. Aber didaktisch ist das schon mega. Und ist das denn eine interne Kamera oder habt ihr da eine extra Kamera außen dran? Eric: Das sind Extaro-Mikroskope mit Full-HD-Kamera und das sind dann, die Studenten können dann, auch wenn sie damit arbeiten, können sie dann Bilder von dem Bildschirm machen. Und es ist immer ein Live-Bild, was dann gezeigt wird. Du musst halt nur gucken, dass es gut im Fokus ist. Jeder, der mein Mikroskop kennt, mein Bildschirm der kennt das.
Wenn: der Fokus halt stimmt, das ist halt wichtig. Da muss man halt drauf achten. Aber wir haben das auch wirklich probiert In das Ergonomie-Konzept einzupassen. Wir haben hier den, das finde ich auch ganz niedlich und ganz toll, wir haben hier einen Ergonomen in der Arbeit, einen Zahnarzt-Ergonomen, der halt auch mit Physiotherapeuten zusammenarbeitet sodass wir auch unsere Studenten ja wir versuchen da halt auch denen wirklich Hilfe zu geben, Gut sitzen können. Und da gibt es halt ein richtiges Kroninger Konzept, das ist auch zu finden im Internet. Da kann man sich auch mal angucken, was die Empfehlungen da sind, wie man den Patienten dreht und wie flach man ihn hinlegt und wo man da sitzt, in welcher Position. Und das haben wir auch versucht, das Mikroskop da richtig in das Konzept einzubinden, sodass das auch stimmt. Im Prinzip sind wir halt mehr Fans von dem Mikroskop als von Lupenbrillen hier in Kroningen.
Georg2 Ich meine wenn man sich überlegt Sind auch total schrecklich. Effektiv ist: es ja, zwingt dich die normale Lupenbrille auch die ganze Zeit deinen Nacken so ein bisschen nach unten zu bewegen. Ist wie auf dem Handy starren den ganzen Tag. Und eigentlich bringt das nur was eine Lupenbrille, wenn du wirklich so einen krassen Knick hast, was gerade so ein bisschen modern ist. Bloß der Witz ist, dann arbeitest du ja wie unter dem Mikroskop. Also du musst dann quasi aufrecht sitzen, weil anders geht es nicht. Und in Deutschland ist es bloß blöd Also im Privatbereich kannst du ein Mikroskop abrechnen aber eine Lupenbrille nicht. Deshalb macht es eher Sinn, im Lupen gar nicht erst so viel Lupenbrille zu machen, sondern gleich ins Mikroskop zu gehen. Eric: das ist ähnlich hier in den Niederlanden. Es gibt auch einen Abrechnungscode für die Endo, also wie heißt das so, einen Leistungscode. Und wenn man eine endodontische Behandlung mit dem Mikroskop hat, man das auch deklarieren. Lupenbrille nicht. Das ist wahrscheinlich wie in Deutschland.
Georg2 ja, du kannst dann irgendwie deinen Steigerungssatz dementsprechend anpassen, aber ja, effektiv ist es kein Code. Ich meine, von den 22,50 Euro wirst du jetzt auch nicht reich probere Handlung, aber du kannst dann immer in dir einbilden nach so und so vielen: Jahren hast du dann irgendwann ein Break-Even, je nachdem, was für ein Mikroskop du holst. Eric: Aber da muss ich ganz ehrlich sagen, da bin ich immer relativ verwöhnt. Ich habe halt keine eigene Praxis, sondern war dann schon immer verwöhnt weil wir hier an der Universitätsklinik diese Apparate hier stehen hatten und in der Endopraxis war natürlich auch überall ein Mikroskop und über die Finanzierung muss ich da glücklicherweise noch nicht so viel drüber nachdenken. Georg2: ich finde das auch vollkommen okay, wenn man als Uni so eine Ausstattung hat und die dann auch nutzt finde ich das vollkommen okay. Wir haben ja in Deutschland eher das Problem, dass die Unis diese Ausstattung teilweise nicht haben, dementsprechend gar nicht so richtig weit vorne mit dabei sein können.
Eric glaube auch in Deutschland, hoffentlich wird sich da auch einiges noch tun, aber wir haben das mit den Mikroskopen Jetzt ungefähr so diese vier, fünf Jahre früher hatten wir halt ein paar, die einfach auf Rollen wie sagt man, verschiebbare Mikroskope. Und ich merke doch, dass diese fest installierten Mikroskope, wenn sie da hängen, ist einfach der Schritt auch für den Mikroskop für den Studenten aber auch für den Dozenten: deutlich kleiner zu sagen, okay. Zeigt mir das mal mit dem Mikroskop und zieht es einfach rüber. Und wenn man dann irgendwie das Mikroskop noch von einem anderen Behandelssaal holen muss für eine Behandlung, dann ist trotzdem der Schritt doch zu groß. Deswegen, ja, das war wirklich eine deutliche Verbesserung hier, wie die Mikroskope hier installiert worden sind. Georg2: es ist schon sehr, sehr cool und ich muss sagen, fest installiert kann ich auch nur unterstützen. Aber was soll ich sagen, ich habe ein Behandlungszimmer bei mir ist es ganz einfach. Und Erik, du organisierst jetzt auch einen Kongress zum spannenden Thema im September, erzähl mal mehr darüber.
Eric ich bin eigentlich nur Mitorganisator, das ist ein ganzes Team, was es organisiert. Das ist auch organisiert von der Prothetik und von der konservierenden Zahnmedizin zusammen. Wir werden einen Kongress über vitale Pulpartherapie organisieren und wir gucken da, dass wir trotzdem eine gute Mischung zwischen wissenschaftlichen Vorträgen und: praxisrelatierten Vorträgen haben. Das ist am 27. September dieses Jahres hier in Groningen, auch an der Universitätsklinik. Ja Georg, da habe ich dich auch als einer der Sprecher eingeladen. Georg2: Dank dafür.
Eric man dich hören können da und es war auch die Idee, dass wir da die Sprache des Kongresses in Englisch machen werden, nicht nur holländisch oder jetzt auch deutsch, sondern dass wir es auf Englisch probieren zu machen, um trotzdem auch vielleicht auch ein paar Kollegen aus Norddeutschland, die sich offen für das Thema sind, wir haben wirklich mehrere interessante Sprecher eingeladen Über das Thema die vitale Piper-Therapie aber auch Guided Endodontics und wir haben den Tag davor, werden wir auch noch einen Workshop organisieren und da habe ich so ein bisschen versucht, so die niederländische und deutsche Sprecher, die da was zu erzählen haben, einfach einzuladen und das waren auf: Initiative von mir. Zusammen mit dem Professor Menten und das ist der Kollege, der ist Kinderzahnarzt oder Kindertraumatologe. Und mit ihm zusammen organisieren wir das. Und da freue ich mich unglaublich drauf. Aber ich finde es auch ein bisschen spannend, um den Kongress zu organisieren Das also der erste Kongress den ich so ein bisschen mitorganisieren darf. Georg2: allen Höhen und Tiefen. Eric: Ja, das Georg2: ich meine, ich darf ein bisschen was zum Thema Vitalhaltung in der Praxis erzählen Dann hast du ja noch Tilda Maschke eingeladen
Eric Ja, bekennter Name, Professor Damasch aus Münster. Und der Till, den habe ich vor allem gefragt, ob er natürlich ein bisschen die Sicht aus der Universität bringen kann. Und er hat natürlich auch schon viel publiziert. Und ehrlich gesagt war er doch auch für mich so jemand, der mich immer inspiriert hat, was so vitale Haltung angeht Und Till: kommt, dann habe ich noch einen jungen Professor eingeladen aus Basel aus der Schweiz, der Professor Thomas Connert und der Thomas ist Spezialist oder kann man fast nennen Pionier, was Guided Endodontics angeht und ihn habe ich auch kennengelernt bei der ESE in Helsinki vor zwei Jahren.
Er hat da auch das Vision Paper übergeschrieben über Guided Endodontics, also wie man digital gestützte endodontische Opening, endodontische Öffnungen ausführen kann. Ja, dann wird noch eine Kollegin aus den Niederlanden da sein. Das ist Dr. Aukje Baumann aus Nijmegen und sie ist eine bekannte Sprecherin in den Niederlanden was Talerhaltung angeht aber sie hat auch viel Ahnung über bio-keramische Materialien und Des Weiteren kommt noch der Patrick Wadas, ist ein Kollege aus Nijmegen, ist ein Zahnarzt der sehr gute Workshops gibt, vor: allem alles was Mikroskopie und Endo angeht. Er gibt auch Hands-on-Training, das meine ich mit den Workshops in seiner eigenen Praxis. Und Marlene de Groot, sie ist eine Kollegin hier von der Endodontie. Das ist ein bisschen die Crew zusammen mit dem Professor Menten der Kinderzahnarzt den ich schon vorher genannt habe, mit der wir das probieren hier zu machen. Und du natürlich, ja, so wird es ein bisschen aussehen. Ich denke, wir haben einen Tag voll mit interessanten Beiträgen aber auch natürlich das Hands-on davor. Deswegen, ja, es würde mich freuen, wenn noch ein paar deutsche Kollegen den Weg ins schöne Groningen finden können. Georg2: sag mal, Vitale Haltung ist ja eh das Thema zur Zeit und gerade wenn das so mal ein bisschen spannender wird, was so Grenzfälle und so weiter angeht finde ich das super, super interessant. Ja, denn eigentlich ist es mittlerweile überall ein Thema. Ich war ja letztens in Wien und da wurde Nesrin Taha aus Jordanien eingeladen und hat da auch viel drüber gesprochen.
Und: das war ja so, dass in Jordanien gibt es anscheinend super viel Karies bei Kindern. Also Prävention ist da noch nicht so weit wie bei uns, kann man fast sagen. Also was sie da an Fällen gezeigt haben, das war echt krass und beeindruckend Und kommt es auf diese wahnsinnig guten Fallzahlen, die sie dann so hat. Und dass sie dann auch Studien machen kann, wo sie direkt sagen kann, dass es irreversible Pulpite ist. Was ist der Unterschied zwischen partieller und voller Pulpotomie ab? Und sie konnte dann dementsprechend genau sagen, wenn eine partielle Pulpotomie nach vier Minuten immer noch blutet, also die Blutstellung nicht aktiv ist, dann ist die zu so und so viel mal unerfolgreicher als eine volle Pulpotomie. Also wir reden hier vom Faktor 13 und das ist schon faszinierend Und das sind eigentlich die Themen, wo ich mich auch immer gefragt habe, wie sieht es aus? Früher war das ja auch immer so, da war immer die Frage, ist es denn wirklich ein irreversibler Pulpitis oder ist es vielleicht noch ein revisibler?
Irren wir uns vielleicht bei dem Ganzen, weil die vitale Haltung klappt ja eigentlich so gut, sodass man ein bisschen überrascht ist. Und was ist dann, wenn wir Fälle haben, die klar irreversibel haben,: wo wir vielleicht sogar kleine Mikroabszesse in der Pulpa sehen, können wir die überhaupt noch vital halten? Und da verschieben sich die Grenzen immer mehr zur vitalen Haltung, was natürlich sehr schön ist. Eric: ich sehe da auch absolut eine große Zukunft und ich bin da auch wirklich, wir freuen uns, auch wenn wir jedes Mal eine Pulpotomie machen können. Und das Problem, was ich halt nur sehe, was wir so ein bisschen haben als Leute, die halt endlos auf Überweisung machen. Dass ich eigentlich denke, dass die Pulpotomie eine Behandlung sein muss für die allgemeine Praxis.
Und wir finden das natürlich ganz toll. Wir machen eine tolle Eröffnung des Zahns und wir machen da unser Bio-Dentino oder MTA dann drauf und behandeln die Zähne. Aber letztendlich wir haben halt... Viele Fälle bis jetzt behandelt aber trotzdem lang nicht so, was du beschreibst von Nisrin Taha. Und deswegen, manchmal denke ich mir auch so, das ist halt ein bisschen das Problem an der Pulpotomie, dass wir darüber: philosophieren, wie wir die gut machen und wir machen unsere große Gedanken, wie lange es bluten darf, ob eventuell die Pulpa am Dentin noch dranhängt oder ob sie sich schon gelöst hat Hat, all die Faktoren um zu gucken, ob wir die Pulpotomie noch ausführen können. Und ich glaube, da sind wir natürlich langsamerhand gut auf einem Weg, um da gute Kriterien zu finden, wann es noch sicher ist, nicht die Kanäle leer zu räumen. Aber letztendlich hoffe ich, dass diese Behandlung dann auch in die allgemeine Praxis kommt. Und das wird auch in Groningen so sein. Wir hoffen, dass da viele allgemeine Zahnärzte kommen, Praktiker, die... Und probieren auch in Groningen der langsamen Hand auch Studien aufzusetzen um da die Praxen zu haben. Die brauchen wir ganz doll, denke ich, auf längere Sicht.
Georg2 Ich würde es ja, wenn ich mir so Kinderzahnarztpraxen angucke die dann irgendwie pro Tag an Milchzehen 15 bis 20 Pulpotomin machen, würde ich sagen, dass: der Switch zur Allgemeinpraxis geht relativ schnell. Denn am Ende ist es ja... Relativ prognostizierbar. Bei einer vollen Pulpotomie würde ich auch sagen, viel einfacher als eine partielle Pulpotomie, obwohl natürlich man dann diese Standardargumente hat. Bei einer partiellen Pulpotomie hat man noch die Chancen einen positiven Kältetest zu bekommen, den man bei einer vollen Pulpotomie natürlich nicht bekommt. Aber ich sage mal, das ist etwas gut und eigentlich gibt es nur einen entscheidenden Punkt, wo man sich, glaube ich, als allgemeinen Zahnarzt oder ich würde sagen, als Familienzahnarzt, finde ich es ja viel besser. Das Allgemein-Zahnarzt oder Haus-Zahnarzt klingt so nicht abwertend würde ich jetzt nicht sagen, aber es entspricht nicht so der Realität, nämlich der Familienzahnarzt, der behandelt halt die ganze Familie mit seinen Problemen und da kommen junge Kinder und andere Patienten mit tiefer Karies und die muss er dann irgendwie managen, ja, und zwar als First Responder, wenn man so will.
Und da ist es quasi eine Technik die natürlich extrem gut funktioniert. Und dann haben wir natürlich das Problem in der Zahnmedizin allgemein dass wenn es natürlich die erster Fall schief geht in irgendeiner Form, dann wird es nicht mehr: gemacht. Und meistens ist es so, also aus der Erfahrung von meinen Kursen, dass die Leute eigentlich gerne am liebsten nur eine partielle Pulpotomie machen, weil sie ganz vorsichtig sind, was die Pulpe angeht und dann fast Angst haben vor einer Pulpe. Und das ändert sich ja eigentlich immer mehr. Früher wurde ja in manchen Unis erzählt, dass wenn man die Pulpe einmal sieht, ist sie dann quasi schon tot. Eric: gesagt, Georg ist mein... Bin ich gar nicht so ein Fan von der partiellen Pulpotomie. Bei mir ist es halt so, wenn ich... Wenn ich denke, die Pulver ist jetzt hier eröffnet und bei mir ist dann wirklich sehr schnell die Neigung, um doch die ganze Pulverkammer sauber zu machen und um dann einfach auf eine größere Menge biokeramisches Material dann in die Pulverkammer reinzuschieben.
Und ich glaube, das funktioniert letztendlich Aber irgendwie funktioniert das in meinen Händen besser, als wenn ich dann so eine kleine dünne Menge anbringen muss, die dann eventuell wieder loskommt und so. Das bleibt auch mit ein bisschen Retention, dann bleibt dann deutlich besser sitzen auch das Biodentin: oder der MTR, was man auch immer verwendet. Georg2: lustigerweise hätte ich auch bei dem Wiener Workshop erwartet, dass Nesrin Taha auch eher für eine volle Pulpotomie wirbt weil sie sagt, klinisch funktioniert die ja auch besser, aber sie hat eher dafür geworben eine partielle Pulpotomie zu machen. Das hat mich so ein bisschen überrascht weil sie meinte, ihre Datenlage gibt es jetzt her, dass das... Der vollkommen okay ist, auch bei einer Irrversilienpulpitis. Und das hat mich so ein bisschen überrascht. Aber hey, ist natürlich gut. Ich würde trotzdem jedem empfehlen, erst mal die ersten 10, 20 Pulpotomien voll zu machen, damit man erst mal so den Workflow in der Praxis etabliert Aber ich meine, man hat ja immer noch die einwurzligen Zähne, wo dann immer die Frage ist, was da eine volle Pulpotomie ist.
Eric du total recht. Aber was man mit der Pulpotomie oder mit der vitaler Haltung auch nicht vergessen darf, in der Familienpraxis, wie du es so schön nennst, ist das Trauma. Wenn man mal so einen Zahn halb abgeschlagen hat und die Pulpa guckt einen dann so an, dann ist es doch irgendwie schön, wenn man dann weiß, okay, man muss den jetzt nicht komplett devitalisieren, sondern man: kann jetzt irgendwie sagen, okay, man entfernt ein bisschen von dem Gewebe wenn es eine Zeit lang ein bisschen in Kontakt mit dem Mund war. Ich benutze meistens einfach nur einen Microbrush mit ein bisschen Hypo und man sieht so schnell, dass die Blutung dann einfach aufhört und für mich ist es dann schon auch irgendwie ein bisschen schwierig, dann die Pulver weiter zu entfernen. Also das mache ich dann nicht so gerne. Weißt du Georg, ich sehe es halt auch so ein bisschen so, wir arbeiten jetzt ja auch in der Gruppe hier in der Prothetik wir haben auch zwei Implantologen die bei uns in der Prothetik halt implantieren und wir sehen natürlich, wir probieren immer so die Zahnmedizin so ein bisschen.
Auf eine gewisse Lebensphase anzupassen, die Meinung, dass alles für immer bestehen bleibt und dass wir, wenn wir ein Implantat machen, dass wir dann die nächsten 30, 40 Jahre Ruhe haben. Das sehen wir halt auch aus eigenem Research, was wir hier machen. Wir haben halt auch wirklich Probleme mit: Peri-Implantitis und Probleme mit Schrauben, die dann letztendlich loskommen oder mit den ganzen Komplikationen und so sehe ich das in der Endodontie auch. Ich bin mir natürlich bewusst, dass wir hier, was das Pulpotomie angeht dass wir vielleicht irgendwann mal in ein paar Jahren mal noch einen Schritt zurück machen und dass wir merken, okay, da waren wir eine Zeit zu mutig Aber mein Konzept ist einfach, dass wir da einen Zwischenbehandlungsschritt in die komplette Endo einbauen.
Ich glaube echt, wenn das nicht hinhaut, bei den misslückten Fällen, die wir bis jetzt haben, dann haben wir einfach dann eine komplette Endung gemacht. Und das hat auch funktioniert danach. Das war natürlich blöd dass der Patient dann ein paar Tage noch mit Schmerzen lief Aber wenn das gut besprochen war und wir haben dem Patienten gesagt, ja, du kannst, das sagen wir natürlich nicht so zum Patienten, aber sollen wir den kompletten Nerv entfernen oder sollen wir es probieren mal ein bisschen zu Und dann wirst du sehen, dass viele Patienten sagen, okay, vielleicht probieren wir es mal mit dem Stückchen Nerv und: dann musst du nicht bis ganz runter. Und ich glaube, das ist einfach, wir bauen da nochmal einen Schritt ein, wo wir hoffentlich ein paar Jahre nochmal den Zahn entzündungsfrei halten können. Und das ist, glaube ich, das hilft uns. Es gibt uns einfach nochmal ein Instrument mehr in der Erhaltung der Zähne. Georg2: Ja, im Ganzen wie Dentistry Circle macht das einfach auch in meinen Augen total Sinn, wenn so eine Pulpa noch in den Wurzelkörper Kanälen drinsteckt und dann auch eine Rückmeldung gibt an den Zahn, an den Gegenkiefer und alles. Und das sorgt auch für eine gewisse Langlebigkeit. Natürlich wird alles, was wir machen, irgendwann Misserfolg sein. Das ist klar. Bloß die Frage ist immer, wie weit können wir den nächsten Schritt vor uns herschieben.
Eric Genau. Und wenn dann, das wird ja auch mal gesagt, wenn die Endo nicht von innen haut, dann haben wir noch die Brücke oder das Implantat und so. Ich habe hier einen Kollegen, der ist der Chef von der Abteilung Dentures, wie heißt das, komplette Prothese. Und der sagt immer, das ist der: Dick von Meeren und wir haben ja hier in Holland die Zahnprothetiker. Kennst du die? Georg2: was wie den Tisten früher bei uns. Eric: Ja, das sind Zahntechniker, die dann noch eine zwei- oder dreijährige Ausbildung danach haben hier in einem registrierten Institut hier in den Niederlanden Und die dürfen... Wirklich auch auf, die dürfen halt auch im Mund arbeiten und die können halt, nicht Teleskopprothesen aber Prothesen die auf Implantate, die gibt es halt hier in den Niederlanden ganz viele. Das wird halt auch von der Basisversicherung bezahlt zwei Implantate im Unterkiefer und da ein Steg drauf und eine Prothese drüber im Oberkiefer dann Edentat. Teilweise bezahlt von der Krankenkasse. Und dieser Kollege, der Dick, sagt immer, letztendlich kommen sie alle zu mir. Das probieren wir natürlich, dass das nicht passiert und dass wir die Leute nicht edentat oder zahnlos werden lassen. Und das probiere ich natürlich, das ist das große Ziel.
Georg2 aber ich muss sagen, ich glaube, die: Leute werden doch in Zukunft arbeitslos sein, weil wenn man sich anguckt die ganzen Senioren heutzutage die haben ja noch so viele Zähne, das ist ja noch ganz anders als vor, weiß ich was, vielleicht 20 Jahren. Eric: aber hier in den Niederlanden ist das doch noch ein bisschen anders. Wir hatten hier, ich glaube in den 80er 90ern sind sehr, sehr, sehr viele Patienten hier einfach, haben wirklich, es sind... Komplett-Extraktionen sind durchgeführt und die tragen halt ja Prothese und die Patienten leben alle noch und sämtlich wollen die auch alle paar Jahre mal eine neue Prothese. Also ich glaube, ich habe da letztens mal einen Artikel drüber gelesen, der Prozentsatz von Patienten hier in den Niederlanden die zahnlos sind, ist noch wirklich höher als in Deutschland. Also das ist von der Tradition her ein Land wo viele Totalprothesen gemacht worden sind in den letzten Jahren. Das merken wir natürlich schon, es werden immer weniger, aber der Dick hat noch genug Arbeit hier.
Und das Tolle ist, jeder Student darf auch noch immer noch beim Patienten selbst eine Totalprothese: machen. Und man lernt dann natürlich echt auch unheimlich viel als Zahnarzt noch von der ultimativen Totalrehabilitation, die totale Georg2: Deutschland an manchen Unis gibt es Totalprothesen Opas oder Omas, wo die Studenten jedes Semester eine neue Prothese herstellen können und die dann ihre Zeit zur Verfügung stellen und dann teilweise auch schon besser Bescheid wissen, was auf was geachtet werden muss. Eric: Die können den Pfeilwinkel ganz genau, die sind da ganz exakt. Georg2: ich wäre als Student nicht so heiß drauf gewesen, eine Totalprothese im Studium zu machen, weil es hätte dann geheißen wir mussten die dann auch komplett selber aufstellen, in Wachs aufstellen und alles komplett selber im Labor machen. Das ist schon eine harte Arbeit.
Eric kann auch alles schief gehen. Aber bei uns müssen sie halt die Front aufstellen. Aber wie gesagt, das probieren wir auch langsam. Auch das wird digitalisiert, Georg. Und wir probieren da auch, das ist ganz lustig wir können dann... Wir drucken halt die Front, die Oberkieferprothese wo wir dann drei: bis drei aufgestellt digital und das wird halt gedruckt und das kann dann halt zum Beispiel in zwei, drei Minuten Verschiedenen Situationen also vom Intensivpunkt her, aufgestellt werden und da können wir es dann halt wirklich beim Patienten in den Mund setzen und gucken, wie es passt und das ist halt ganz nett, auch da hilft uns so ein bisschen, da probieren wir auch natürlich hier die Kollegen von der totalen Prothese, probieren da auch das so ein bisschen in Richtung digitale Welt und bei der Immediatprothese, die wird auch schon komplett digital hier hergestellt an der Uniklinik dass man damit unterkommt, das machen wir komplett digital. Georg2: Und schafft ihr es eigentlich auch im Studentenkurs die vitale Haltung auch umzusetzen Klinisch.
Eric Ja, eine gute Frage. Das machen wir immer wieder. Das passiert im Studentenkurs immer wieder, dass die vitale Haltung, wenn vitale Haltung geht. Ist das bei uns hier in der Uniklinik die erste Wahl. Also wir haben wirklich da von der Endodontie her, der Kollege Wolters: arbeitet hier, der hat auch damals einen Artikel geschrieben über die neue Klassifikation von Von der Entzündung und muss man ganz ehrlich sagen, seitdem hier bei der Konz war damals der Luc von der Schleich, war hier Chef bei uns und der hat, ich denke, dass das so ungefähr zehn Jahre her ist, schon probiert, die vitale Haltung als erste Behandelmethode hier hinzusetzen und dann halt wirklich erst in die Kanäle rein, dann die Pulpektomie oder ja, die Pulpektomie. Georg2: ja spannend, also von Luke habe ich leider einmal seinen Vortrag bei der Quintessenz verpasst gerade, den hätte ich mir gerne angeguckt aber hat ja andere spannende Vorträge gehalten, die ich mir angucken und als Devolters gerade erwähnt hast, da haben wir am Donnerstag am Dental Summer auch über seine Klassifikation diskutiert.
Ich finde eher das Spannende daran, dass er alles neu klassifiziert hat und am Ende war bei jeder Therapieoption egal wie stark die Schmerzen sind, immer eine vitale Haltenoption dabei,: sodass man dann nicht sagen konnte, so wie früher Irreversible Pulpitis, da machen wir auf jeden Fall eine Endo oder schreiben rückwirkend in die Kartei rein, dass es eine Irreversible Pulpitis war. Eric: Ja, es ist natürlich für uns immer relativ lecker zu sagen, wenn wir, wissen wir als Zahnärzte, okay, wenn das ist, dann machen wir A oder wenn das ist, machen wir B. Und das wird natürlich durch diese Klassifikation nicht unbedingt jetzt einfacher. Deswegen, ehrlich gesagt, wir nennen es halt immer noch Reversibel oder Irreversibel, weil es uns wirklich dann hilft bei der Reversiblen halt und wir enden in der Pulpa nach dem Exkavieren dann wird es halt echt eine Pulpotomie und bei der Irreversiblen dann schauen wir uns halt wirklich an, wie es blutet und wie es aussieht und wenn es...
Wenn es zu stark blutet und auch zu, das ist halt auch ein Kriterium wenn Patienten mit sehr, sehr starken Schmerzen kommen, dann ist es wirklich, wir probieren wirklich nicht zu experimentieren. Dann wird es halt wirklich die VIT-X komplett und oder die Endo in: einer Sitzung, aber das ja, das gucken wir dann halt, wie das so läuft. Georg2: Obwohl ich, was muss ich sagen, dieses ganze Thema Experimentieren würde ich gar nicht immer, das sehen wir manchmal enger, als es wirklich ist. Allein wenn man schon eine Pulpotomie als eine Schmerzbehandlung macht. Ist man ja zu 91% rein aus der Schmerzbehandlungssicht erfolgreich. Und zu 99% Schmerzfreiheit bekommt man natürlich mit einer Pulpektomie. Aber die Frage ist natürlich, wie viel Zeit hat man denn in dem Moment? Kann man denn wirklich auch eine Pulpektomie durch? Und deshalb ist es manchmal charmant einfach bei einer Pulpotomie aufzuhören und zu sagen, dann machen wir halt irgendein Calcium-Scarz-Element drauf. In dem Fall, guck mal so, kann sein dass das erstmal reicht als Schmerzbehandlung und wenn nicht wir sehen uns nochmal und dann können wir entscheiden, ob die Schmerzen weg sind oder nicht. Und so würde ich manchmal auch in einer freien Praxis dran gehen. Und der Witz ist, so bin ich auch in die Pulpotomie reingekommen, dass es quasi eine Schmerzbehandlung war in der Praxis in der ich meine Assistenzzeit gemacht habe. Eric: und der Patient kam zurück und dann hast du gesehen, in den Kanälen lebt es noch.
Georg2 und besonders das Krasse war: ja, wir haben ja dann auch eine Schmerzbehandlung nicht nur... Die Pulpotomie gemacht, sondern Ledermix drauf gemacht und Kavit. Das Interessante war, Neslin Taha meinte am Wochenende, Ledermix killt die Pulver. Und da dachte ich mir so, nee, das stimmt nicht, kann nicht stimmen. Wir mussten als wir die Wurzelknallbehandlung der Zähne gemacht haben, ja trotzdem noch normal anesthesieren. Wobei ich aber sagen muss, dass... Die Szene wo jemand vorher reintrepaniert hat und Ledermix draufgemacht hat und ich eine vitale Haltung probiert habe, dass die eher nicht gut gegangen sind. Ja, sodass das irgendwie einen Effekt hat, aber es liegt vielleicht auch an der Trepanation selber.
Eric das ist halt diese, das ist halt auch so in Holland diese Materialien wie Ledermix oder was gibt es da noch, dieses Toxavita das ist natürlich komplett anders, aber... Ich weiß jetzt nicht genau, ob es verboten ist hier in den Niederlanden, aber das wird hier gar nicht verwendet. Das Einzige, was hier noch teilweise verwendet wird, ist halt das Calciumhydroxid und sonst einfach nur ein bisschen Natriumhypochlorid: im Zahn. Aber nochmal, was du gesagt hast, die Schmerzbehandlung da bin ich total deiner Meinung. Das ist auch das Protokoll, was wir hier schon an der Uniklinik schon seit mehreren Jahren hantieren bei einer Schmerzbehandlung Bei einer Endostart wegen irreversiblen Pupitis wird halt nur das koronäre Gewebe entfernt. Und die Studenten wenn die das machen, die gehen dann in der ersten Behandelssession gar nicht in die Kanäle rein. Das wird nur praktisch die Pulverkammer eröffnet und dann wird ein bisschen mit einem Micropush in den Natriumhypochlorid Ja sauber gemacht und dann wird der Zahn wieder mit einer Kavit oder Tempitfüllung und darauf dann klar schon mehr abgedeckt. Also das ist wirklich schon so hier, das Konzept, das ist schon länger so, dass wir gar nicht mehr dann die Kanäle reingehen Da bin ich komplett deiner Meinung. Das funktioniert. Georg2: Ja macht auch die nächsten Schritte meistens sehr einfach. Und deshalb würde ich auch sagen, sollte eine vitale Haltung schief gehen, haben wir auf jeden Fall immer einen guten Präendo. Somit ist da jetzt nicht so viel verloren.
Eric logisch: gesehen, es bietet sich an, um das weiterzuentwickeln, Georg, denke ich mir dann so. Georg2: also wo kann man sich denn eigentlich anmelden für den Kongress? Da wird es sicher eine Webseite geben. Eric: Wir haben eine Webseite. Vielleicht können wir dann eventuell den Link in die Shownotes bei dir noch mal reinstellen. Aber wenn man das bei uns heißt, unser Krankenhaus die Zahnklinik heißt Ümse Reh. Also UMCG. Und bei uns die Abteilung Zahnmedizin die heißt CTM, das ist das Zentrum für Tandekunde und Mundsaugkunde. Und wenn man dann halt CTM und Naschrohling, aber wir setzen am besten mal den Link rein. Ich glaube, für so, dass jetzt ein bisschen so nachzuhören wird, relativ schwierig. Da kann man sich gerne anmelden und ich freue mich über Kollegen, die aus Deutschland kommen. Ja, das wäre schön wenn nicht nur niederländische Zahnärzte hier bei diesem Kongress kommen und dann, ja, würde mich freuen.
Georg2 mich auch freuen. Außerdem ist es ja für die meisten norddeutschen: Kolleginnen und Kollegen nicht so weit weg. Eric: Groningen überhaupt, Georg2: ich war noch nie da. Also ich war immerhin mal in Rotterdam in Amsterdam, aber in Amsterdam viel zu kurz und in Nijmegen. Ich spreche das garantiert falsch Eric: Nijmegen. Georg2: ja. Ich freue mich auf jeden Fall da. Ich werde ja auch mit meinen Kindern vorbeischauen und der eine war auch in Nijmegen und ist total begeistert von der ganzen Fahrradinfrastruktur und so weiter
Eric Groningen ist von den größeren Städten die Stadt mit dem größten Fahrradanteil was Bewegung angeht. Also wir sind komplett Fahrrad-minded hier in Groningen. Richtig tolle Fahrradautobahnen von den Städten oder von den Dörfern außerhalb von Groningen. Groningen ist halt... Das ist halt hier, für Leute die das nicht kennen, das liegt ungefähr so auf der Höhe von Oldenburg und dann halt nach Richtung Westen in die Niederlande so 40, 50 Kilometer: von der Grenze dann weg. Und es ist eine alte Hansestadt. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich liebe Groningen. Wir wohnen auch schon, seitdem wir hier wohnen erst komplett mitten im Zentrum und dann sind wir dann umgezogen gerade so außerhalb des Zentrums. Ja, die Stadt ist lebendig und wir haben eine riesige Uni, große Universitätsstadt, ungefähr 200.000 Einwohner hier und das merkt man halt, das einfach eine junge Stadt Stadt, wo viele Studenten abhängen und ich mag es hier und dadurch, dass es relativ weit weg vom Westen ist, von Amsterdam und dem Rest der Niederlande und hier drum rum natürlich Leeuwarden ist und ein paar andere kleine Städte kleinere Städte zentriert sich doch hier aus dem Norden alles nach Groningen.
Das heißt, wenn du mal irgendwie ein Konzert die großen Spielen halt in Amsterdam, Rotterdam, aber dann auch in Groningen, Die kommen hier bei uns alle vorbei. Also ja, wie gesagt, für mich wird es: immer schwieriger, hier wegzukommen. Also ich bin ja doch auch heimatliebender Saarländer geblieben Und irgendwie das Heimweh ruft auch ab und zu mal so in Richtung Südwesten wieder von Deutschland. Aber Groningen macht es mir immer schwieriger, um wieder wegzugehen. Auch wenn man dann natürlich größere Kinder schon hier hat, die sich... Die komplett eingebürgert sind, dann wird es immer schwieriger. Und mal wieder, ja, chancenlos Georg2: sie ausgezogen sind in ein paar Jahren, kannst du mal drüber nachdenken. Aber tatsächlich, ich glaube, an welche Uni willst du denn gehen? Eric: Oh. Georg2: wäre da noch die Praxis und dann bleibst du lieber in den Niederlanden.
Eric wahrscheinlich hast du recht. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich sitze hier schon in einer luxuriösen oder was heißt luxuriösen, in einer ganz guten Position. Dieser Mix aus zwei Tage Uni und drei Tage Praxis oder zweieinhalb Tage Praxis. Und die Praxis ist halt auch so ein Krankenhaus hier, wo ich da die: Endo-Teile drin habe und wo ich meine Patienten behandle. Georg2: ist ja fast so ein amerikanisches Konzept, dass die arbeiten ja auch immer part-time eigentlich nur an der Uni und sonst part-time in der Praxis.
Eric Ja, das ist eigentlich Standard, Georg, dass Kollegen bei uns, wir haben wohl mittlerweile ein paar Zahnärzte, die fulltime arbeiten, aber der wirklich der Gros der Leute arbeitet zwei Tage oder drei Tage an der Uni und hat halt noch nebenbei seine eigene Praxis weil Ich weiß nicht genau, ob es dann auch was mit dem Verdienst natürlich zu tun hat, aber ich glaube, ich habe halt irgendwie im Laufe der Zeit einfach gemerkt, dass es generell angenehm ist, zwei Arbeitsplätze zu haben und nicht nur die Uniklinik Ich kann ehrlich sagen, manchmal nervt es natürlich auch so an der Uniklinik und gerade so in Phasen wo jetzt halt wirklich viel zu tun ist mit den Studis dann ist es ganz nett, um zu sagen, ich antworte meine Mails, Donnerstags Freitags: beantworte ich die Mails und den Rest der Zeit geht das halt eben nicht. Gerade die Patientenbehandlungen sind halt wirklich mit einer Helferin, wenn du eine feste Helferin hast und du hast dein eigenes Zimmer und dein eigenes Mikroskop und alles funktioniert, deine Materialien sind so da, wie du sie selbst willst und selbst bestellst. Das genieße ich dann schon in den anderen Tagen. Aber ich versuche das auch so ein bisschen zu kombinieren. Wir haben dann, unsere Studenten haben wir dann solche IP-Programme heißt das, individuelle Profiliering und dann können die Studenten dann auch bei uns mitlaufen und das ist auch normal, auch im Martini Krankenhaus das zweite Arbeitsplatz, wo ich dann arbeite dass da immer mal wieder ein Student dabei ist, der mitguckt. Das sind wir irgendwie gewöhnt dass irgendwie immer die Leute um uns rum sitzen und hängen.
Georg2 bist du denn im Krankenhaus auch angestellt oder so wie die meisten? Ah, okay, denn der typische niederländische Zahnarzt hat ja so eine Art Selbstständigkeit wo er dann immer so einen Deal hat, dass er dann irgendwie einen prozentuellen Anteil seines Umsatzes quasi: abgibt an den Praxisinhaber Eric: das ist bei mir genauso. Ich mache das in dem Privatteil, mache ich das genauso, wie du das gerade beschreibst eigentlich als eigener Unternehmer. Aber kleiner Unternehmer halt ohne Personal und da kriege ich einen gewissen Prozentsatz des Umsatzes und in der Uniklinik bin ich dann, wie heißt das, eigentlich kann man sagen Beamter. Da baue ich auch immer schön meine Rente auf. Und da ist jetzt alles so ein bisschen drin. Aber das ist natürlich letztendlich wird das, Georg, das wird nicht reichen für den Lebensabend sagen wir mal, was ich hier an der Uniklinik dann an Rente übrig halte. Das wird nicht wird nicht reichen. Deswegen, da braucht man so ein bisschen noch die Praxis dazu. Aber es ist nicht der, es ist nicht wirklich der der kommerziellste Weg, den man laufen kann, den ich hier bewandle, sagen wir mal so. Georg2: Fanhaus im Saarland reicht es noch nicht. Eric: Nee, nee wirklich nicht. Aber macht auch nichts, fahre ich zu Papa und Mama.
Georg2 cool Erik. Ich freue mich auf jeden Fall auf September.: Es ist ein Samstag. Das muss man ja immer für die deutschen Kollegen sagen, weil oft denkt man ja oft, das wäre ein Freitag der Kongress. Aber es ist ein Samstag also kann man sich auch in Ruhe alles angucken vor Ort und dann die Uni live erleben. Eric: Ja, wir werden auch alle Vorträge und das wird auch alles hier an der Uni sein. Wir haben auch da glücklicherweise jetzt so einen ganz modernen Hörsaal, wo das alles dann sein wird. Der ist auch erst seit drei, vier Monaten fertig. Ja, ich glaube, das kann man ganz gut kombinieren wenn man hierher kommt. Wir haben auch ein paar auf der Webseite ein paar Empfehlungen über Hotels. Aber man kann da selbst natürlich mal gucken, was man da will. An dem Freitag davor wird es halt diesen Workshop geben. Wenn man wirklich noch ein bisschen tiefer reingehen will in die in die vitale Haltung, da werden wird Marlene de Groot und Patrick Vardas, das sind sehr zwei, wie sagt man, Zwei echte Praktiker, die das auch richtig gern und gut machen.
Und: wir werden dann auch so organisieren, dass wir an jedem Arbeitsplatz ein Mikroskop haben. Das heißt, man kann einerseits so ein bisschen lernen, durch das Mikroskop durchzugucken und wie man sich ergonomisch gut verhält. Das wird auch ein Teil des Workshops sein, wie verwendet man das Behandel-Mikroskop. Und dann werden wir einerseits Auf Phantom-Zähne. Da habe ich wirklich schöne gefunden, wo man Pulpotomien ausführen kann. Aber wir werden auch, ich habe auch einen Studentenassistent, der wird extrahierte Zähne in solche, wir haben solche Plastikkiefer. Und da werden wir auch wirklich, dass in echten Zähnen wird jeder Kollege auch in echten Zahnen eine Pulpotomie ausführen können. Und das wird am Freitagabend. Und Georg wirklich relativ spät von sechs bis neun, werden wir dann abends da zusammensitzen und dann wieder... Fresh, am Samstagmorgen zusammenkommen und dann ja, deine Lesung hören dann. Georg2: Ja, wann geht das eigentlich immer zeitlich los, so ein Kongress bei euch?
Eric wird um: 9 Uhr sein, denke ich. Georg2: ganz klassisch. Ich probiere ja in Berlin, wenn ich einen Workshop habe, am Samstag immer zu sagen, ich fange erst um 10 Uhr Eric: Nee, aber ich hab jetzt, wie ich jetzt Programm bis jetzt, hab ich den Till als ersten Sprecher reingesetzt. Das heißt, du musst vielleicht noch gar nicht mal dann da sein am Anfang. Georg2: ich höre mir Till immer an. Ich lerne ja auch immer wieder was Neues, was ich vorher mir nicht so klar war. Das hilft ja ungemein. Aber da freue ich mich Eric: freuen uns auch. Georg2: Erik. Dann vielen Dank und wir sehen uns im September. Eric: vielen Dank und ja, bis bald Georg. Tschüss