Lokale Anästhesie
In dieser Folge sprechen wir darüber, wie Ich örtliche Betäubungen in der zahnärztlichen Praxis einsetze und welche Faktoren aus unserer Sicht den Unterschied machen. Im Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen mit Infilations- und Leitungsanästhesien sowie die Frage, wie wir Behandlungen für Patienten möglichst gut steuerbar machen.
Wir erklären, dass wir bei Infiltrationen meist kurze Spritzen verwenden und für viele Anwendungen 1:200.000 mit Adrenalin bevorzugen, weil diese Konzentration für uns gleichmäßiger wirkt. Bei Oberkieferbehandlungen nutzen wir außerdem elektronische Systeme wie den DentaPen, weil sie die Applikation standardisieren und die Injektion für uns planbarer machen.
Für palatinale Anästhesien und bestimmte Leitungen setzen wir zusätzlich das System The Wand STA ein. Wir beschreiben, dass palatinale Injektionen unangenehmer sein können, aber für eine verlässliche Betäubung oft nötig sind, besonders bei Frontzahn- und Trauma-Fällen. Dabei gehen wir auch darauf ein, dass zu viel palatinale oder intraligamentäre Anästhesie Probleme wie Gaumenbeschwerden oder in seltenen Fällen Gewebsreaktionen verursachen kann.
Im Unterkiefer arbeiten wir häufig mit einer Leitungsanästhesie und ergänzen diese je nach Situation mit Infiltrationen. Als Backup nennen wir das QuickSleeper-System für Fälle, in denen trotz anderer Maßnahmen keine ausreichende Betäubung erreicht wird, etwa bei starker Pulpitis. Dabei betonen wir aber auch die begrenzte Wirkdauer und die technische Abhängigkeit dieses Verfahrens.
Zum Schluss sprechen wir über Vorbereitung und Prämedikation. Wir fragen im Vorgespräch, wie gut Anästhesien bisher funktioniert haben, und empfehlen je nach Situation Ibuprofen oder bei stärkeren Ängsten auch Dexamethason. Außerdem nehmen wir aus einem Gespräch mit, dass es sinnvoll sein kann, den Blutgefäßverlauf bei der Injektion besser sichtbar zu machen.
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